Mundakrobatik

Die letzte Arbeitswoche in Vollzeit liegt hinter mir bzw. hinter uns. Montag und Dienstag werde ich noch einmal etwas länger dort sein um dann vorrübergehend nur noch 30 Stunden die Woche zu leisten.

Ich habe noch ein letztes Mal den Frühdienst übernommen. Trotz des weckerklingelns um 4.30Uhr mag ich diese Zeit. Noch ist Niemand im Haus, alles ist ruhig. Und ich habe eine atempause bevor die ersten Kinder kommen.

Ich habe einmal einen Beitrag gesehen, der beschreibt wie gesund das Lachen ist und das wir es viel zu selten tun. Stattdessen ärgern wir uns. p1100272

Kennt ihr das schöne Gefühl nach einem Lachanfall? Diese leichte, unbefangende, es ist alles Prima-Gefühl?  Das ist etwas großartiges und das beste daran; auch wenn Euch überhaupt nicht zum Lachen zu Mute ist, könnt ihr dieses Gefühl künstlich herbei führen.

Setzt ein Lächeln auf, zieht beide Mundwinkel nach oben und haltet diese Position für mindestens 60 Sekunden, kuckt auf die Uhr. Es hört sich albern an, und es sieht auch albern aus. Aber es wirkt tatsächlich. Probiert es Mal aus, es muss Euch ja Niemand zusehen.

Wenn ich also morgens in der Kita stehe, alle Türen aufschließe und noch Niemand da ist; stelle ich mich vor den Spiegel und mache meine „Übung“, sie hilft mehr, als der stärkste Kaffee der Welt.

Es scheint einfacher zu sein sich über Kleinigkeiten zu ärgern, als sich über kleine Dinge zu freuen. warum ist das eigentlich so?  Jeder von uns sollte sich fragen, was einem das bringt. Ich ärgere mich auch über umgekippte Gläser, bellende Hunde oder Kommentare von Kollegen. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich mich häufiger über Dinge ärger als mich über etwas zu freuen. Ich habe eine Art Strichliste geführt und festgestellt, dass mein größter Gegner Ich selbst bin.

Ich versuche nun mehr auf mich und meine negativen Gefühle zu achten. Ich versuche mich mehr auf das Gute zu konzentrieren und mich zu freuen. Ich versuche mehr zu lachen.ffp0058-01-0098-2

Im Übrigen verunsichert es Euer Gegenüber, wenn ihr nach einer unschönen, persönlich angreifenden Bemerkung lächelt. Schon allein das kann wahre Wunder bewirken.

Lachen setzt Endorphine frei, gleichzeitig wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin unterdrückt. Diese kurzfristigen Veränderungen im Hormonhaushalt sorgen auch dafür, das Schmerzen viel weniger wahr genommen werden.

Lachen ist gesund und macht glücklich. Wir lachen gerne, teilweise auch über völlig belanglos erscheinende Dinge. Diese Momente halten uns zusammen, lassen uns das Schöne in der Welt sehen und fühlen sich ganz toll an.

Lachen führt zusammen, denn lachen ist ansteckend. Lachen kann Euch Schmerzen nehmen, physisch und psychisch. Lachen lässt lange Tage, kürzer wirken. Lachen macht einen in schwachen Momenten, stark wie ein Superheld.

Lachen ist leben.

Hört auf Euch zu ärgern, fangt an zu Lachen