Du bist, was Du isst; oder auch…die Einhornbändigerin geht online

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass das Thema Ernährung in unserem Haus eine große Rolle spielt. Ich hörte es auch schon munkeln, dass ich zur „Ökomutti“ mutiere, die Zucker verdammt, Brot backt und den Kindern Schokolade verbietet.

Eines sei vorweg gesagt. Brot backen tu ich tatsächlich. Den Zucker verdamme ich nicht vollständig. Und den Kindern Schokolade verbieten…Oh Nein, bestimmt nicht.

Zu den Gründen der Ernährungsumstellung hatte ich bereits etwas erzählt. Vielleicht nochmal die Kurzversion…20180201_152137

Ich bin bekennender Zuckerholiker, Eine Familienpackung Schokobons am Abend; kein Problem. Davor noch eine TK-Pizza; wieso nicht? Natürlich wusste ich, dass es nicht gesund ist, aber what ever. Das Problem dabei ist allerdings die Vorbildsfunktion gegenüber den Heldenkindern. Sie haben meine Schokigene geerbt. Und genauso wie bei mir, blieb es selten bei einem Stück Schokolade oder zwei Gummibärchen. Einmal angefangen, war das Aufhören sehr schwierig.

Ausschlaggeben war dann allerdings etwas anderes. Ich beschäftigte mich im letzten Jahr viel mit relevanten und aktuellen Studien zum Multiplen Myelom. Unser/ Mein Leben geriet aus den Fugen, die Kontrolle gab es nicht mehr und ich wollte mich nicht damit abfinden, nichts weiter tun zu können als zuzusehen. Gleichzeitig wurde mir erneut bewusst, dass unsere Kinder langfristig auf ihren Papa verzichten müssen. Vorher wird es immer wieder Episoden geben, in den es unserem Helden nicht so gut geht, er in chemotherapeutischer Behandlung ist oder sich in der Klinik befindet. Unsere Heldenkinder brauchen einen erwachsenen an ihrer Seite der sowohl physisch als auch psychisch fit ist. Im Optimalfall bin ich das. Ich kann es mir nicht leisten krank zu werden, das geht einfach nicht. Wenn ich weiterhin so gegessen  und mich wenig bewegt hätte, wäre aber die Wahrscheinlichkeit an irgendeiner fiesen Geschichte zu erkranken deutlich höher gewesen.20180210_214526

Dazu kamen verschiedene Studien, die belegt haben, dass Zucker den Krebs füttert. Zucker und Weizen (Vollkornweizen ist das Gleiche) sind quasi die „Superkohlenhydrate“, sie lassen den Insulinspiegel nach oben schießen, sorgen dafür dass sich Fett zwischen den Organen ansammelt und dies wiederum führt zu Entzündungen im Körper. Aus diesen Entzündungen, die Darmdurchlässigkeit wiederum können mitverantwortlich für so manche (Krebs)Erkrankung sein.

Ebenfalls wurde mehrfach bewiesen, dass sich Zuckerverzicht positiv auf Epileptiker auswirken kann. Davon ist nun einmal auch die Einhornbändigerin betroffen.20180202_113210

Anfangs verzichtete ich auf Kohlenhydrate, starte mit Sport und merkte schnell dass Low Carb und viel Sport für mich nicht zusammen passt. Jetzt ernähre ich mich „Lower Carb“, ich esse keine Nudeln, Brot und Ähnliches, keine Fertigprodukte, schon gar kein Weizen oder Zucker. Aber ich esse Pseudogetreide wie Hirse und Buchweizen.

Für den Helden und die Kinder backe ich Brot. Meistens aus Dinkel, Einkorn und Erdmandeln. Damit muss auch Niemand auf das geliebte Toastbrot verzichten. Habt ihr mal versucht Brot ohne Weizen und/oder Zucker zu bekommen (zu Zucker gehört auch Sirup, Honig und alles was mit -ose endet). Ich habs versucht, habe ein Brot gefunden. Für fast 6 Euro ist es mir dann auf Dauer aber doch zu teuer. Brötchen gibt es anscheinend gar nicht.20180206_143847

Je länger ich diese Ernährungsform betrieben habe, desto interessierter wurden meine drei Lieblingsmenschen. Wir hatten noch nie soviel Obst und Gemüse im Haus, Schokolade gibt es für die Kinder und den Helden immer noch. Allerdings fragt zumindest die Einhornbändigerin deutlich seltener danach als zuvor.

Bei unserem Helden klappt es nur bedingt. Ich hatte die Hoffnung, dass es mehr mitaufspringt. Manchmal macht es mich fast ein wenig wütend, da es besonders für ihn sicherlich besser wäre. Die zwei Kinder hingegen, sogar der supernörgler kleiner Batman machen tapfer mit. Besonders beim Heldensohn brachen alle Dämme, als er merkte, dass Burger zu Hause mit selbstgebackenen Burgerbuns doch wirklich lecker sind. Die soll ich jetzt übrigens öfter machen 🙂20180210_214314

Die Einhornbändigerin fragte mich eines Tages, dass sie auch eine Art Blog haben möchte. Auf Youtube. Dort würde sie gern zeigen, dass man auch gesund backen kann. Nach einiger Zeit hat sie nun tatsächlich ihren eigenen Kanal, zwei Videos sind bereits online. Die große Heldenschwester zeigt euch im ersten Film, wie sie gesunde Cornflakes selbst gemacht hat20180210_150024, im zweiten macht sie zusammen mit dem kleinem Batman (fast gesunde) Schokolade.20180212_210155

Der dritte Film ist bereits gedreht, muss aber noch geschnitten werden. Dort zeigt sie Euch das making of zu gesunden Keksen mit Schokofüllung alla Prinzenrolle.20180210_202803

Sie ist wahnsinnig stolz, schneidet den Film, überarbeitet ihn und Plant dabei schon den nächsten. Falls ihr einen Youtubeaccount habt; das große Mädchen freut sich über jedes Kommentar oder über jedes Like 🙂20180211_135855

Die Kinder fordern von mir inzwischen bestimmtes Essen richtig ein. Manches schmeckt ihnen nicht, anderes dafür besser als vorher. Heute habe ich dem kleinem Batman geraspelten Blumenkohl mit in den Reis geschmuggelt, bemerkt hat er nichts.

Selbst in meiner aktuellen Ernährungsform sind Süssigkeiten möglich, Süsskartoffelbrownies schmecken fantastisch, Buchweizen Crêpes und Waffeln ebenso. Unsere Schoki kann sich sehen lassen, es gibt immer einen Vorrat im Kühlschrank. Denn ein Schokoholic bin ich immer noch, nur eben ohne Zucker.

Die Einhornbändigerin zeigt sich in letzter Zeit viel konzentrierter, ist aktiver und die Leistungen in der Schule haben sich merklich verbessert. Sie ist selbstbewusster und lässt sich weniger häufig in die Knie zwingen. Vor einigen Monaten äußerte sie mehrfach den Wunsch abnehmen zu wollen, sie machte Abends in ihrem Zimmer Sit Ups und fühlte sich unwohl. Inzwischen hat sich dieser Gedanke erledigt, sie wirkt zufriedener und weiß, dass sie gesünder isst.

Kuckt Euch einfach mal ihre Videos an, dann seht ihr was ich meine. die Videos der kleinen Superheldin findet ihr hier –> Backfee Lina und die Schoki

Backfee Lina und die Cornflakes

Ein Gedanke zu „Du bist, was Du isst; oder auch…die Einhornbändigerin geht online

  1. Liebe Ines,
    sich mit dem Essen, der Beschaffung von Nahrungsmittel und dessen angebrachte Verwendung zu beschäftigen, ist nun mal ein Bestandteil unseres Lebens.
    Wir haben ein Überangebot und wir wissen nicht was wir essen sollen und wollen.
    Ich wusste es bislang auch nicht so recht, denn ich konnte alles essen. Das gut und gern. Vielseitig, ausgefallen, nicht gekanntes, manches bald schon für europäische Verhältnisse, absonderlich. Nun, da ich meine Ernährung umstellen musste, von gleich, auf sofort, unendlich fremd.
    Alles was ich bisher gelernt, gilt nicht mehr.
    Es ist nicht, das ist nicht andere Mehle, andere Süßmittel kenne. Es ist die Handhabung, der Aufwand der mit der Beschaffung wie mit der Zubereitung, verbunden ist.
    Was geht, was nicht und welche Wirkung hat es auf/ für mein Leben, meine Gesundheit. Wenn ich meine Ernährung umstelle (und ich habe es), ist es viel komplexer, als ich zunächst annahm.
    Zucker und Salz, in irgendeiner Form, wie auch Eiweiß, Vitamine und die Spurenelemente, brauchen wir/ ich. Nur wie machen wir/ ich es richtig.
    Ich für mich lerne die Inhaltstoffe und versuche sie so anzuwenden, das es für mich ein Genuss wird. Ein Prozess, dem ich nicht weichen kann.
    Ich habe mich sehr über Deinen Beitrag gefreut.
    Lieben Gruß Hilde

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