Die Heiligen Hallen; Buchprojekt Update

Der Termin der Veröffentlichung steht. Das Cover steht auch. Das Lektorat ist in den Endzügen. Das Marketing wird geplant.

Vor einigen Wochen telefonierte ich mit der DKMS. Ich erzählte von dem Buch und fragte nach, ob ich die DKMS namentlich nennen darf. Ich darf, und ehrlich gesagt hätte mich eine andere Antwort auch verwundert. (Nichts für Ungut)

Kurze Zeit später bekam ich eine E-Mail. Aus Köln. Von der Marketingabteilung der DKMS (PR und Social Media). Die zwei Frauen wollten am 27.11 nach Berlin kommen und würden sich freuen mich zu sehen. E-Mails mit diesem Absender sind an sich nichts ungewöhnliches. Besonders mit der Social Media Abteilung (Hallo Magda) hatte ich seit März 2017 Kontakt. Aber immer via E-Mail. Sie plante unsere Storyausschnitte auf den Kanälen der DKMS. Ich glaube, dass ich Magda irgendwann Anfang 2017 auch nach Flyern und Logonutzung befragt hatte. Weiterhin wollte die PR „Abteilung“ (Hallo Julia) kommen. Mit ihr war mein Erstkontakt im Bezug auf die DKMS irgendwann im Januar oder Februar 2017. Ich wollte eine DKMS Registrierungsaktion planen. Erinnert ihr Euch? Julia sagte mir am Telefon, was ich zuvor alles organisieren müsste. Nach diesem Gespräch überlegte ich kurz, es sein zu lassen… Das habe ich natürlich nicht, geklappt hat es schließlich doch. Ich glaube sogar ganz gut. Die Sparda Bank zog im Sommer mit einer zweiten, kleinen Aktion sogar nochmal nach.19693780_451898131841208_583658632625229997_o

Jetzt wollten beide nach Berlin kommen. Ich freute mich, die zwei ein Mal im echten Leben zu sehen. Auf der anderen Seite wollte ich mir beweisen, dass ich das hinbekomme. Ein Date mit der DKMS. Diesmal ging es nicht darum, den genetischen Zwilling von unserem Helden zu finden. Diesmal ging es um ein Buch, das erzählt, dass wir genau diesen Zwilling nicht gefunden haben. Diesmal ging es um mein Buch. Die DKMS sagte zu, mich und den Verlag im Marketing zu unterstützen. Und das bedeutet mir fast genauso viel, wie die Tatsache, dass es unser Buch überhaupt geben wird. Ich nenne es mit Absicht unser Buch. Simon wollte es immer gern. Simon hatte den schwersten Job daran. Er kämpfte mit Kunibert. Ich habe nur versucht, es in Worte zu fassen. Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht genau, das könnt ihr mir im Februar dann hoffentlich sagen.

Seit drei Wochen stand der Termin. Gestern war es soweit. Wir trafen uns auf meinen Wunsch hin im DKMS Büro der Hauptstadt. Die S-Bahnanbindung war gut und in diesem Büro war ich noch nie. Ich kann nicht genau sagen warum, aber ich wollte dort hin. Immerhin kooperierte ich das eine oder andere Mal mit der DKMS in den letzten knapp zwei Jahren.

Völlig durchgefroren kam ich sogar pünktlich an. Mich begrüßte zunächst jemand aus der Spenderneugewinnung des Berliner Büros. (Hallo… leider hat grade mein nicht vorhandenes Namensgedächnis zugeschlagen…). Danach Magda und Julia. Das war so, so strange. Da saßen wir. An einem Tisch. All die Menschen, die uns geholfen haben, Simons Stammzellspender zu suchen. Alle. Die wir vergebens gesucht haben. Ich habe oft das Gefühl, gescheitert zu sein. Ich habe oft das Gefühl, nicht genug getan zu haben.IMG_20170403_102618.jpg

Wir redeten zunächst über alles mögliche, vor allem über Simon. Alle Anwesenden kannten ihn, sie kannten auch mich. Ich aber sah alle das erste Mal. Wir redeten auch über Dinge, die ich im Zuge der Registrierungsaktion gemacht habe, die so nicht gaaaaaaanz okay waren. Ich sprach das an. Die DKMS hat wie viele andere Unternehmen bzw. Vereine so ihre Vorschriften. Besonders wie die Flyer aussehen sollten. Daher werden die für eine Aktion auch von der DKMS gedruckt. Nun war es aber so, dass in Berlin an 300 Bushaltestellen riesengroße Plakate von unserer Aktion hingen, ich wollte schließlich nicht übersehen werden. Diese Plakate waren nicht von der DKMS, sondern von uns selbst entworfen und dank Sponsor gedruckt und geklebt worden. A. war damals seitens der DKMS für unsere Aktion zuständig, sie meinte, dass die Plakate super wären, aber die DKMS sie nicht freigeben wird. „Versehentlich“, ganz aus Versehen hatte ich den Auftrag aber schon freigegeben. Huch. Das war ja ärgerlich… A. meinte, dass dann davon wenigstens kein Bild im Netz erscheinen sollte. Etwa 20 Minuten später postete ein Mitglied meiner Aktions- Initiatorengruppe allerdings ein Foto davon auf Facebook. Doppel- Huch. 29955484_1640218152739542_219882791_oMir wars dann auch irgendwie egal… Liebe DKMS, es tut mir tatsächlich Leid (naja…ein bisschen), danke, dass ihr gestern darüber lachen konntet.

Irgendwann kamen wir zum Buch und dann ging es Schlag auf Schlag. Die DKMS wird mit ihrer Reichweite unterstützen. Termine und Zeitpläne wurden besprochen. Wann beginnt das Marketing und wird es eine Art Buchpremiere geben? Falls ja, kann die DKMS vor Ort sein, eventuell gar mit einem Infostand? Könnte eventuell ein Stammzellspender kommen, der aus unserer Aktion hervor gegangen ist oder sich aufgrund unserer Geschichte hat registrieren lassen. Es ging um Logos, um Seitenzahlen. Es ging um so vieles. Ich saß da, situationsüberfordert und tat vor allem eins: zuhören.

Die Pressemappe ist inzwischen fertig und wurde nach dem Termin gestern anscheinend spontan nochmal angepasst. Das ist schon merkwürdig, unter der Überschrift „Autorin“ mein Foto zu sehen. Es ist alles merkwürdig. Schön irgendwie, aber auch merkwürdig.

Zu der Buchpremiere. Vermutlich wird es eine geben. Aber anders. Es wird keine typische Lesung. Den Termin und was genau geschehen wird? Das sage ich Euch, sobald das alles fix ist. Ein Wunschtermin dafür steht schon, Ende Januar. Ihr bekommt ein rechtzeitiges Save The Date von mir. Habt ihr Lust, mir beim nervösen Stottern und hin und her Tänzeln zuzusehen? Ich würd mich freuen!

Einen kleinen Vorgeschmack einer überforderten Ines seht ihr hier.img_20181127_144715188757186513891189.jpg

Von Euch aus ganz links ist S. vom Eden Books Verlag. Daneben steht Magda. Ganz rechts ist Julia. Und die da in der Mitte, die die nicht weiß wie sie stehen soll, die mit den Augenrändern…das bin ich…Ihr seht meine Schuhe nicht, ich stehe jeweils auf den Außenseiten und kippel hin und her. Welch ein Akt.

Der Verlag und auch die DKMS haben mich erneut gefragt, zu welcher Art vom Marketing ich bereit bin. Und ob ich mich dazu in der Lage fühle. Ich fühle mich bereit, denn ich will ja auch etwas. Ich fühle mich bereit, ob ich es tatsächlich auch bin, wird sich zeigen, wenn der Tag der eventuellen „Buchpremiere“ plötzlich da ist.

In Summe war es ein spannender Termin. Ich habe Menschen getroffen, die uns vor über 1,5 Jahren helfen wollten. Jetzt wollen sie dies wieder tun. Ich habe Menschen getroffen, die mir gesagt haben, dass ich durch unseren Blog etwas bewegt habe. Durch unsere Aufmerksamkeit und unseren Weg in die Öffentlichkeit. Und ich hoffe, dass sie Recht haben.

Mir fällt es wirklich schwer zu „analysieren“ ob wir bewegt haben und wenn ja, was genau. Ich glaube auch, dass wir Menschen erreichen konnten, aber ich habe keine Vorstellung davon wie viele und vor allem wie intensiv. Daher bin ich mir noch immer nicht sicher, wie und ob das alles mit dem Buch klappen wird.

Denn eigentlich ist es wie letztes Jahr im April. Ich plane und tue im Moment etwas, von dem ich eigentlich gar keine Ahnung habe. Ich nenne es größenwahnsinnig, andere naiv, und meine Mama sagt, das es mutig sei.

Wie auch immer. Der Punkt auf unserer Bucket List „Buch schreiben“ kann bald gestrichen werden. Das ist doch schon mal was. Ich wurde heute übrigens auch von der DKMS gefragt, ob ich mir vorstellen könnte noch ein zweites Buch zu schreiben. Ihr Lieben, die ich Euch heute kennen lernen durfte: lest doch erst Mal das Erste und dann überlegt, ob Ihr mir diese Frage wirklich stellen wollt. Ich glaube, Ihr bekommt es schon bald als PDF zum „Drüberlesen“ Ich bin auf Eure Meinung gespannt. Eigentlich bin ich auf jede Meinung gespannt und hoffe, die Erwartungshaltungen erfüllen zu können.

Rock den Himmel mein Held! Ich lieb DichIMG_20170427_175553.jpg

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3 Gedanken zu „Die Heiligen Hallen; Buchprojekt Update

  1. Das Buch ist schon längst vorbestellt 😉

    Ich finde es toll und bewundernswert, dass du,obwohl ihr keinen Spender gefunden habt, weiterhin die DKMS unterstützt. Viele würden nichts mehr mit Ihnen zu tun haben wollen, auch wenn sie natürlich nichts für den Verlust des geliebten Menschens kann
    Aber du wirst auf diesem Weg dafür sorgen, dass noch mehr Menschen sich mit dem Thema beschäftigen.

    LG Verena (die leider durch eine Grunderkrankung aus der Spenderliste genommen wurde)

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