Vom Friedwald, Lebkuchenhäuschen und Nachtwanderungen; unser Wochenende

Unser Wochenende war wieder recht gefüllt, obwohl wir gar nicht so viel unterwegs waren.

Am Freitag Vormittag erledigte ich schnell den Wochenendeinkauf im Lieblingsdiscounter. Dort kann ich nur hin, wenn mich jemand mit dem Auto fährt, mit den Öffentlichen oder dem Rad ist das eher schwierig. Dort fand ich auch eine alternative Aufhängmöglichkeit für die Adventskalender der Heldenkinder. Im Sale. Jackpot!img_20181130_1115314512474989241825988.jpg

Am Nachmittag setzten wir uns alle zusammen an den Tisch und „bauten“ unser Lebkuchenhäuschen zusammen. So ein Monster aus Zuckerguss und co. wollten die Minihelden die letzten Jahre schon immer einmal bauen. Irgendwie kam es nie dazu. Da dieses Jahr sowieso alles anders ist als sonst, und ich versuche, die Weihnachtsstimmung für die Heldenkinder ins Haus zu holen, taten wir es dieses Jahr endlich.

Die Freude war dementsprechend. Danach klebte der gesamte Tisch, der Boden, eigentlich alles. Ich malte derweil unsere Adventschleife an, die wir vor einigen Tagen aus Salzteig geformt, getrocknet und gebacken haben. Kennt ihr das auch?img_20181130_1724505541243683404116116.jpg

Zwischendurch gab es einen kleinen Snackteller. Die Bulldogge hatte anscheinend auch Hunger. Wie immer. Wirklich immer.

Irgendwann war das Lebkuchenhaus fertig, die Hunde schleckten den Zuckerguss vom Boden und ich konnte kochen. Zum Abendbrot gab es Nudeln mit Paprikasoße. Das ist die einzige rote Soße, die hier alle essen können. Der kleine Batman hat eine fiese und sehr unschöne Tomatenallergie.img_20181202_2158175871065894329650637.jpg

Samstagmorgen war die Aufregung so groß, dass die Heldenkinder bereits um kurz vor 6 Uhr morgens neben mir am Sofa standen und mich fragten, ob sie das erste Türchen ihrer Kalender aufmachen dürfen. Vorher machten sie mir noch einen Kaffee. Sie wissen, wie sie mich bekommen. Sie konnten sogar zwei „Türchen“ aufmachen. Einmal den Kalender von mir und einmal den von der Ostseeoma.

Ich habe auch zwei Adventskalender. Beide sind von einer guten Freundin. Den einen hatte ich bereits letztes Jahr. Damals auch von Simon. Ein zuckerfreier Schokikalender. Ja sowas gibt es. Sogar meine Lieblingssorte ist drin. Salzkaramell. Ein Traum. Dann noch einen mit Nüssen und Trockenfrüchten. Dekadent kann ich, zumindest in dieser Hinsicht.img_20181201_0910363947784872129964026.jpg

Danach gab es ein schnelles Frühstück, weil es die Minihelden kaum erwarten konnten, endlich das Haus zu schmücken.img_20181201_0909426860246308341117026.jpg

Auch wenn es für manche sicher noch zu früh ist, wir stellten unseren Weihnachtsbaum schon ins Wohnzimmer. Ich sagte bereits, dass dieses Jahr sowieso alles anders ist, oder? Während den Heldenhunden das alles nicht sonderlich geheuer war, freuten sich unsere Heldenkinder umso mehr. Ja der Baum ist unecht. An echten Nadeln knabbert Toffee, die Bulldogge so gern. Wer auch sonst. Dafür ist der Baum bunt. Sehr bunt. Sehr, sehr bunt.

Beim Baum blieb es natürlich nicht. Deko hier, Deko da, Deko überall. Die Heldenecke hat jetzt auch einen kleinen „Weihnachtsbaum“.

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Gegen Mittag kam ein lieber Nachbar vorbei und baute unser Klettergerüst im Keller auf und bohrte Löcher in die Betonwand, um es zu befestigen. Endlich ist es da, mehr Bilder zeige ich Euch im Laufe der Woche. img_20181201_1444446228814237193367008.jpgDen Nachmittag spielten die Kinder dann viel im Keller.  Mich überkam etwas später ein kurzer Motivationsstoß, naja nicht ganz. Aber gemacht werden musste es trotzdem. Ich kehrte die gefühlten 200 Kilo Laub im Garten zusammen. Irgendwann wurde es dunkel, so das ich aufhören musste. Die Kinder wollten an diesem Tag irgendwie nicht so recht raus. Ich schlug ihnen am frühen Abend vor, dass wir eine Nachtwanderung auf dem Feld machen könnten. Unsere Minihelden waren sofort begeistert und suchten ihre Taschenlampen. Ich kramte derweil unsere „Winterfeldschuhe“ heraus.img_20181201_1842363900309694182201889.jpg

Leos Taschenlampe hat ein integriertes Radio. Das war natürlich an. Man konnte uns nicht sehe, dafür aber hervorragend hören. Auf dem Feld war es stockdunkel, richtig schwarz. Die Lampe des kleinen Batman leuchtete ewig weit. Emma wünscht sie sich nun auch, weil ihre weniger weit leuchtet.

Auf dem Feld rannten die Kinder um die Wette und stolperten diverse Male über irgendwelche Wurzeln. Zurück liefen wir auf dem Feldweg. Wir kamen an einigen bunt geschmückten Häusern vorbei. Den Kindern fiel wieder ein, dass unsere Außendeko letztes Jahr kaputt gegangen war und wir unbedingt etwas Neues für draußen brauchen. Na mal sehen. Wir hatten wirklich Glück, es nieselte nicht mehr und wir hatten einen fantastischen Sternenhimmel über uns. Unsere Heldenkinder sagten, dass der hellste Stern Simon wäre, der uns nun begleitet und dafür sorgt, dass wir uns nicht verlaufen. Sie guckten in den Himmel und riefen: „Hallo Papa, schön Dich zu sehen“

Zurück zu Hause bereitete ich das Abendessen vor. Reis mit ein paar Tortellini, Karotten, Rosenkohl und Joghurt. Resteessen, alles musste weg.img_20181201_1939194556611611905826020.jpg

Am nächsten Morgen frühstückten wir süß, so wie jeden Sonntag. Ich putze das Bad und die Minihelden versorgten ihre Tiere.img_20181202_092017630819884163570998.jpg Kurz danach kam die Ostseeoma uns besuchen. Sie brachte Schoki für die Kinder mit und Tannenzweige für mich. So konnte ich unsere Adventsspirale endlich fertig machen. img_20181202_1547557802033736059250291.jpgSpäter sind wir zusammen in den Friedwald zu Simon gefahren. Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter. So wie letztes Mal auch war Regen angekündigt, dieser aber ließ noch auf sich warten. Danke mein Held, da hattest Du doch sicher Deine Finger im Spiel. Wir schmückten unseren Helden etwas weihnachtlich, denn im Gegensatz zu mir mochte er dieses Fest immer sehr. Unsere Kinder bastelten Zuhause noch einen kleinen „Weihnachtsbaum“, der extra glitzerte. Da dieser nicht nur aus Naturmaterialien besteht, ist der so eigentlich nicht erlaubt. Ich klärte das zuvor ab. Wir durften ihn hinstellen, allerdings wird der Förster ihn wieder mitnehmen. Das war okay für mich, immerhin konnten die Kinder Simon so sein Geschenk zeigen.

Bevor wir allerdings zu Simons Baum gegangen sind, haben wir vor dem Eingang vom Zauberwald Luftballons in den Himmel steigen lassen. Zwar war es kein Sonntag wie sonst, dafür aber der erste Advent. (Das waren vier Naturlatexballons mit einer Papierschnur dran. Alles abbaubar. Ich gebe zu, zwei Folienballons waren zusätzlich auch dabei…wir bessern uns. Der Wind stand so, dass die Ballons nicht über den Wald geflogen sind sondern in die andere Richtung.)

Die Minihelden hatten wie immer ihre Bögen samt Pfeilen dabei. Allerdings brauchten sie diese dann doch nicht. Stattdessen spielten sie im Wald fangen, schmückten den Baum und stellten das Foto von Simon, welches wir mitgebracht hatten (und auch wieder mit nach Hause genommen haben) vor den Baum. Emma erzählte Simon von der Feuerwehr und dem Selbstbehauptungskurs für Mädchen. Leo erzählte seinem Papa von dem kleinen Pony, welches heute in seinem Playmobilkalender war.

Nach etwa einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg. Zeitgleich fing es an zu nieseln und schlagartig kälter zu werden. Bevor es nach Hause ging, besuchten wir wie jedes Mal das Cafe in der Nähe des Waldes. Leider gab es nur noch drei verschiedene Eissorten. Die Saison ist eindeutig vorbei. Schokieis geht aber immer, daher war das kein Problem. Ich trank zwei Latte Macchiato, um wieder warm zu werden.

Zuhause zeigten die Minihelden der Ostseeoma ihren neuen Keller und was man damit alles tolles machen kann. Da meine Mama noch da war, konnte ich die Gassirunde mit den Hunden etwas ausweiten und mir mehr Zeit lassen als sonst. Auch wenn es regnete, es war schön. Es war ruhig und ich hörte für diesen Moment keinen Menschen, der etwas von mir wollte. Traumhaft.

Zum Abendrot gab es wie gewünscht Homemade Fastfood; (Süß)Kartoffelecken/Stäbchen aus dem Ofen, Kräuterquark, rohes Gemüse und Veggie Schnitzel für uns bzw. Fischstäbchen für den kleinen Batman.img_20181202_1953187626512796969962575.jpg

Irgendwann habe ich es tatsächlich geschafft, die Heldenkinder ins Bett zu bringen. Ich bereitete die Frühstücks- und Versperbüchsen für die Schule bzw. Kita vor.img_20181202_1952353950088094531340630.jpg

Zwischendurch an diesem Wochenende putze ich diverse Male den Fußboden, das Bad und die mit Staub besiedelten Schränke. 4 Maschinen Wäsche liefen auch. Ihr kennt das.

Kommt gut in die neue Woche, Ihr Lieben, bei uns steht einiges an. Zwei Mal Adventsmarkt: einmal Kita, einmal Schule. Zum Glück nicht zeitgleich, wie anfangs befürchtet. So viel Weihnachten um uns herum. Seltsam irgendwie.img_20181202_1351571280027575866969459.jpg

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3 Gedanken zu „Vom Friedwald, Lebkuchenhäuschen und Nachtwanderungen; unser Wochenende

  1. Wow , ich freue mich so für die Heldenkinder. Der Tobekeller war eine richtig gute Idee.
    Ich habe früher mit meinem Sohn auch immer Lebkuchenhäuser und Loks gebaut.Die Küche War danach immer dekoriert mit Zuckerguss etc.Aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
    Ich wünsche Euch eine schöne Woche.
    GLG Kerstin 🌟🎈🌟🎈🌟🎈🌟🎈

  2. Salzteig, ja, daraus habe ich vor vielen vielen Jahren auch viel tolle Sachen mit meinen Jungs gemacht. Neulich habe ich gerade drüber nachgedacht, vielleicht mit meiner Enkeltochter und den Großneffen aus solchem Teig schöne Sachen entstehen zu lassen. Liebe Grüße…

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