Sauerteig- Vollkornbrot / Bauernbrot für Anfänger

Vor einiger Zeit hatte ich Euch unser Lieblingsrezept für Brot verraten, weil es einfach immer gelingt. Heute folgt ein weiteres, welches ebenso gelingsicher ist. Dieses Brot ist vergleichbar mit einem Bauernbrot, die man auch beim Bäcker kaufen kann.

Sollte Euch das Wort Sauerteig abschrecken und ihr denkt nun, dass es eine ewig lange, hoch komplizierte Sache ist… keine Panik, ich schummel etwas, damit es trotzdem schnell und wenig kompliziert funktioniert. Ihr braucht keinen Sauerteigansatz, der schon eine Weile lebt. Den benutze ich zwar auch hin und wieder, aber dieses hier kommt ohne aus. Versucht es einfach mal.

für ein Mittelgroßes Brot braucht ihr:

  • 300 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 220 Gram anderes Mehl ( bei uns 120 Gramm Emmervollkorn- und 100 Gramm Dinkelmehl)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (die verzeiht mehr als frische Hefe, alternativ ein halber Würfel frische Hefe)
  • 15 Gramm Sauerteigpulver (Sauerteigansatz, getrockneter Sauerteig, ohne Zusätze, im Bioladen oder hier)
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Löffel Zucker (braucht die Hefe um zu reagieren, wird von ihr „aufgefressen“, im gekauften Brot ist meistens deutlich mehr drin
  • 1 TL Kümmel gemahlen oder Brotgewürz
  • 350 ml handwarmes Wasser (nicht zu heiß, sonst geht die Hefe kaputt)
  • Körner, Saaten, Nüsse, Haferflocken nach Bedarf (kann in den Teig oder oben drauf, Menge nach Geschmack. Hier Sesam und Mohn für obendrauf, jeweils einen Esslöffel)

Solltet ihr frische Hefe benutzen, löst diese zuerst mit zwei Esslöffel Mehl und dem Zucker in dem Wasser auf. Lasst diesen „Vorteig“ 15 Minuten ruhen. In Der Zwischenzeit alle trockenen Zutaten mischen. Jetzt kann das Hefewasser dazu.

Benutzt hier Trockenhefe, mischt diese einfach mit allen anderen trockenen Zutaten. Gebt zum Schluss das Wasser hinzu.

Jetzt heißt es kneten. Kräftig und mindestens 15-20 Minuten. Falls ihr keine Küchenmaschine habt, kann das etwas anstrengend werden. Der Teig ist recht zäh und sollte sich am Ende Problemlos von der Schüssel lösen können.

Der Teig darf nun ca. 1 Stunde abgedeckt ruhen. Ich stelle ihn meistens bei knapp 50 Grad in den Ofen oder auf die Heizung. Dieser Teig eignet sich NICHT für eine übernacht Gare im Kühlschrank, bei unserem anderen Brot geht das Problemlos.

Nach dieser Ausruhzeit den Teig noch Mal gut durchkneten und nicht all zu zaghaft und gern einige Male auf die Arbeitsplatte werfen.

Dann könnt ihr den Teig entweder in eine Kastenform umfüllen oder einen Brotlaib formen. Als Kastenform empfehle ich die aus Silikon, halten ewig, zerkratzen nicht und müssen nicht gefettet werden. Solltet ihr, so wie ich einen Brotlaib formen, vergesst das Backpapier/ die Backmatte auf dem Blech nicht. Besonders knusprig wird das Brot, wenn ihr es auf einen Pizzastein backt, der versteckt sich auf diesem Bild bereits unter dem Backpapier.

Deckt euer fast fertiges Brot erneut ab und lasst es bei ZIMMERTEMPERATUR (also jetzt nicht auf der Heizung oder ähnliches) weitere 30 Minuten ruhen.

Backofen auf 220 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Nach der zweiten Ruhezeit bepinselt das Brot vorsichtig mit etwas lauwarmen Wasser und streut, wenn ihr wollt etwas Nettes obendrauf. (hier Mohn und Sesam) wenn ihr Lust habt, könnt ihr es vorher auch einschneiden, müsst ihr aber nicht.

Jetzt darf Euer Brot in den Ofen. 10 Minuten bei 220 Grad. Dann weitere 45 Minuten bei 180 Grad. Je nach Ofen kann diese Zeit variieren. Also beobachtet es ab und zu. Wenn ihr glaubt dass es fertig ist, macht entweder eine Garprobe mit einem Stäbchen oder ihr klopft auf den Brotboden. Klingt es hohl, ist es fertig. Solltet ihr ein Kochthermometer haben…beträgt die Kerntemperatur 90 Grad ist es fertig. Wird Euch das Brot währenddessen zu dunkel, mit Backpapier oder Alufolie abdecken. Ist aber hier in der Norm nicht nötig.

Ich mache immer den Klopftest.

Ihr könnt aus diesem Brot natürlich auch Brötchen formen. Die Gesamt Backzeit verringert sich dann auf etwa eine halbe Stunde.

Auch wenn es schwer fällt, lasst es abkühlen. Das Brot ist recht feinporig und fluffig. Es wird auch nach zwei Tagen nicht trocken, allerdings etwas fester.

Lasst es Euch schmecken.

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