Von Scherben im Flur, Improtheater und den Omas; unser Wochenende

Am Freitag besuchte uns die Ostseeoma. Im Gegensatz zu sonst aber hatte sie an diesem Tag keinen Termin in der Hauptstadt und daher auch tagsüber Zeit. Sie wünschte es sich, zu Dussmann zu gehen. Das ist ein großes „Kulturkaufhaus“ in der Mitte von Berlin, drei Etagen voller Bücher und anderer Literatur. Im Keller befindet sich dazu noch ein kleines Cafe. Ich bin auch gern dort und komme selten mit leeren Taschen zurück. Bücher gehen doch eigentlich immer, oder?

Den Wochenendeinkauf erledigte ich bereits am Donnerstag

So hatten wir den Freitagvormittag Zeit für Dussmann. Natürlich sah ich mich auch nach unserem Buch um. Meine Mama hat es gefunden, Auflage 2 stand dort im Regal. Ich machte tatsächlich das erste Mal Selfies von mir in einem Buchladen, die etwas irritierten Gesichter der anderen Menschen ignorierte ich gekonnt.

Vorher entdeckte ich noch eines der Neusten Bücher von „meinem“ Verlag. Das werde ich auch bald lesen, weil ich recht schöne und zum Teil lustige Dinge darüber gehört habe.

Natürlich bin ich auch sonst nicht mit leeren Händen nach Hause gegangen. Ein Porridgebuch für mich, ein Buch aus der Lieblingsreihe für die Einhornbändigerin und eine Toniefigur für den kleinen Batman. Dazu gesellten sich weitere Bücher für die Heldenkinder, die der Osterhase bringen wird. Zum Schluss sind meine Mutter und ich ins Café gegangen. Ich hatte kurz etwas Mitleid, weil mein Cappuccino mich anzusehen schien.

Jetzt ging es zur Kita vom kleinen Batman. Leo freute sich sehr, dass wir ihn zusammen abholten. Die Einhornbändigerin wartete bereits zu Hause auf uns.

Zuhause war noch etwas Zeit für einen Kaffee, Lego spielen und Bilder ausmalen. Danach tauschte ich meine Klamotten mit Kaffeefleck gegen andere und versuchte, meinen Augenringen den Kampf anzusagen. Meine Mutter meinte einige Tage zuvor, dass ich diesen Abend ruhig dazu nutzen könne, weg zu gehen, immerhin sei sie ja da. Ich tat dies also auch. Während ich im Bad stand, klopfte Leo plötzlich an der Tür. „Ähm…Du Mama…ähm ich hab Dich so dolle lieb und ähm, ganz aus Versehen habe ich gerade ein Loch in die Haustür gemacht…“ Wir haben eine Glastür. Leos Fahrrad steht aktuell im Flur, da wir noch kein Schloss haben, um es draußen anzuschließen. Als es klingelte, öffnete er die Tür mit zu viel Schwung und das Glas schellte gegen die Fahrradlenker. Der Rest ist Geschichte. Als ich zur Tür stürmte fegte meine Mutter bereits die ersten Scherben. Das Innenglas ist zersplittert und gebrochen. Das Außenglas steht noch, Doppelverglasung sei Dank. Erstmal alles notdürftig abgeklebt. Die Hausverwaltung weiß Bescheid, die Versicherung dann morgen auch. What ever, ist jetzt blöd, gibt aber Schlimmeres. Immerhin hat sich niemand verletzt.

In lustiger Begleitung ging es dann aber zuerst etwas Essen und danach ins Prime Time Theater. Das ist eine Mischung aus Stand Up Comedy und Improtheater. Mit Klischees der Berliner Bezirke wird dort nur so um sich geworfen. Es lief eine spezielle Umsetzung von Hamlet. An alle Berliner, solltet Ihr noch nie dort gewesen sein, füllt diese Kulturlücke unbedingt. Auf dem Weg dorthin fuhr ich mit dem Bus an meiner alten Studentenbude vorbei. Das fühlt sich jedes Mal ganz merkwürdig an.

Der Weg nach Hause gestaltete sich etwas schwierig, weil die S-Bahn Probleme hatte. Darum kam ich erst recht spät nach Hause und war am Folgemorgen dementsprechend müde.

Die Ostseeoma versorgte den kleinen Batman bereits mit etwas Obst, damit er keinen Hunger leiden musste. Etwas später gab es dann das richtige Frühstück.

Ehrlich gesagt haben wir an diesem Samstag nicht viel gemacht. Zunächst gammelten wir etwas in den Tag hinein. Später folgte eine große Gassirunde und das Verabschieden von der Ostseeoma.

Am Nachmittag besuchten uns die Lieblingscousinen. Es wurde überall gespielt, nur nicht im Kinderzimmer. Ihr kennt das vielleicht.

Zwischendurch haben wir Kuchen bzw. Kuchen Lolly Pops für Sonntag gebacken. Die Kuchen selbst waren ohne Zucker und tierische Produkte, inklusive der Glasur. Die Zuckerstreusel ignoriert Ihr einfach. Das ist ja gar kein Lebensmittel, sondern eine Lebenseinstellung. Ihr wisst schon…

So zog sich der Tag dahin. Als es Zeit zum Abendbrot wurde, verabschiedeten sich die Mädchen.

Zu Essen gab es bei uns Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen mit Gemüsesticks und Naturjoghurt.

Sonntagmorgen stand der kleine Batman bereits um 7 Uhr neben mir, die große Schwester zwei Stunden später. Nach dem Frühstück räumten wir alle etwas auf. Na gut…ich räumte auf.

Am frühen Nachmittag kamen uns die Heldeneltern besuchen. Die Freude der Heldenkinder war riesig. Und wie es für Großeltern so „typisch“ ist, hatten sie eine kleine Überraschung dabei. Allerdings wurde der Opa sogleich zum Aufbauen der Überraschung in Beschlag genommen. Den Tobekeller haben unsere Kinder ihren Großeltern auch gezeigt, denn den kannten sie noch gar nicht, weil wir uns sonst immer woanders getroffen hatten.

Nach jeder Menge Kuchen und Süsskram fuhren die Heldeneltern wieder nach Hause. Ich habe ihnen eines unserer Bücher mitgegeben, nur so. Damit sie es haben. Vielleicht wollen sie es irgendwann einmal lesen.

Kaum waren die Großeltern weg, standen die Lieblingscousinen wieder in der Tür. Fast wie abgesprochen. Sie blieben auch zum Abendessen. Es gab Westernpfanne mit Joghurt. ((Soja)Joghurt geht hier immer)

Ich verzichtete und habe mir später Hirseporidge gemacht, das ist ähnlich wie Milchreis. Nur ohne Reis und echter Milch. Aber irgendwie doch ähnlich.

Nach dem Essen sind die Cousinen nach Hause gegangen und die Heldenkinder nach einer ausgiebigen Dusche ins Bett. Ich bereitete noch schnell Emmas Frühstücks- und Leos Vesperbüchse vor.

Dieses Wochenende war recht entspannt, es war wenig los. Dafür hat es das nächste wirklich in sich. Am Freitag steht die DKMS Aktion samt Sponsorenlauf und Lesung an. Am Samstag die Lesung und Diskusion in Leipzig. Auch hier zu Gunsten der DKMS. Vielleicht sehe ich ja irgendwen von Euch, ich würde mich freuen.

Kommt gut in die neue Woche Ihr Lieben. Bleibt gesund und haltet die Nase in die Sonne. Ich habe gehört, dass sie nächste Woche wiederkommen soll.

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2 Gedanken zu „Von Scherben im Flur, Improtheater und den Omas; unser Wochenende

  1. Liebe Ines. Bis auf die Scherben war es ja eine recht gute Woche bei euch. Der Milchschaum auf deinem Cappuccino sind ja Klasse aus. 😊 Ich bin ab Freitag in Leipzig und habe fest vor, zu deiner Lesung am Samstag zu kommen. Liebe Grüße, Susanne

  2. Ein ruhiges Wochenende ist doch auch mal schön 🤗
    …..und . .Mama…ähm..Mama ……😂herrlich und süß und etwas ärgerlich auch 😏aber wie du schon sagst. ..Es gibt schlimmeres 👍👍
    Kommt gut durch die neue Woche 💚

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