Das Frühstück für die Schule; die Brotdosen mit den Augen

Ich hatte Euch bereits vor einiger Zeit etwas mehr von den Brotbüchsen der Kinder erzählt. Aber immer wenn ich Euch ein Foto dazu zeige kommen erneut einige Fragen auf. Da sich diese in der letzten Zeit etwas gehäuft haben, erzähle ich Euch erneut etwas dazu. Außerdem hat sich unser Sortiment auch etwas erweitert 🙂

Eine der häufigsten Fragen bleibt die nach dem „Warum“. Warum mache ich diese Dosen so? Mache ich das jeden Tag? und wie lange dauert das überhaupt? Gemüse und Obst ab es in unserem Haus schon immer, verarbeitete Lebensmittel aber auch. Mitte 2017 habe ich, hauptsächlich aufgrund der Gesundheit unseres Helden, unsere Ernährung komplett umgestellt. Es gab von heute auf Morgen keine verarbeiteten Lebensmittel mehr (okay fast. Die Ausnahme bestätigte die Regel), ich strich den Zucker aus den Hauptmahlzeiten und beschäftigte mich mit dem Thema Ernährung. Zuckerfrei in den Hauptmahlzeiten war der Plan.

Hört sich Einfach an? leider nicht. Leo und auch Simon lieb(t)en Fleisch und Wurstzeug. Findet mal eine Mortadella ohne Zucker und ohne Massentierhaltung im Background…ein Abenteuer. Das mit dem Zucker gilt ebenfalls für diverse vegetarische und vegane Produkte. In den meisten Milchersatzgeschichten oder Joghurtalternativen ist Zucker drin. Egal ob Bio oder nicht. Mit gekauftem Brot verhält es sich Ähnlich, warum glaubt ihr ist ein Brot vom Bäcker oft so schön braun, obwohl ein hoher Weizenanteil drin ist? Weizen ob hell oder Vollkorn strich ich ebenso.

Für die Brotboxen der Kinder hieß dies, das auch diese Schritt für Schritt anders gefüllt wurden. Das Brot war selbstgebacken, Fruchtjoghurts fielen weg und der Anteil an frischem Zeug stieg. Das stieß vor Allem beim kleinem Batman am Anfang nicht unbedingt auf einen Freudentanz.

Der kleine Batman ist ein Gewohnheitstier. Was er nicht kennt, ist erstmal doof und es dauerte einige Male bevor er etwas probiert. Denn dazu wir hier Niemand gezwungen. Das Auge aber isst mit. Zuerst habe ich mit ganz normalen Plätzchenausstechern das Brot in Form gebracht. Irgendwann wurde es tatsächlich gegessen. Ich suchte nach kleineren Ausstechern für Gemüse und fand diese hier. Ich stach Gurken und Karotten aus. Gemüse essen ging irgendwann auch aus. Die Einhornbändigerin hatte zum Glück weniger Probleme sich an das viele Gemüse und Obst zu gewöhnen, da sie es zu vor schon mochte. Durch das Ausstechen und das ineinanderstecken der daraus folgenden Formen, wird es relativ bunt in den Brotdosen.

Im Gegensatz zur Einhornbändigerin und mir, liebt der kleine Batman Fleisch. Da ich den Heldenkindern nicht vorgebe ob sie Tier essen wollen oder nicht, kann er das auch. Wenn auch nicht täglich. Daher gesellten sich mit der Zeit auch kleine Spieße dazu. Für Leo Oft mit Würstchen, für Emma mit Mozzarella oder Obst/Gemüse.

Wenn ich merke, dass das Brot wieder mit nach Hause kommt, gibt es Variationen. Ab und an steche ich auch dieses aus und mach kleine Spieße damit. Oder es gibt Vollkornwraps, gerollte Buchweizencrepes oder Brötchen. Ich möchte hier nochmal die Masse ansprechen. Die Kinder essen häufig das Mittagessen in der Schule nicht und geben Anderen etwas ab, die nichts dabei haben. Darum wirkt es etwas „wuchtig“

Etwas Süßes bekommen die Kids ein bis zwei Mal in der Woche auch mit. Das ist nicht nämlich die inoffizielle Dealerware in der Schule und wird untereinander oft getauscht. Das Süße besteht meistens aus nem Keks, Crackern, Emma liebt einen Centershock, Gummibärchen oder Schoki.

Emma nimmt auch gerne Joghurt mit. Der ist Naturbelassen. Obendrauf kommen (TK) Himbeeren, etwas Zimt oder manchmal auch gar nix. Unbehandelte Nüsse mag sie auch gern.

Der kleine Batman mag bis Heute außer Eis keinerlei Milchprodukte.

Um das geschnittene Obst besser essen zu können ohne das die Finger kleben und auch einfach nur zur Deko benutze ich Minigabeln.

Für Brot gern auch Augenpiekser.

Kurz zu den Büchsen. Viele von Euch sind manchmal verwirrt, dass ich diese bereits am Vorabend vorbereite. Ich habe einfach keine Lust Morgens in Hektik zu verfallen, auch wenn die Brotdosen „normaler“ gefüllt werden würden. Das hatte ich früher. Da ich aber kein Morgenmensch bin, bedeutete das immer stress für mich. Die Kinder aßen müde ihr erstes Frühstück, ich stand noch müder in der Küche. Das finde ich irgendwie doof. Daher am Vorabend. Es braucht Dosen, die absolut luftdicht schließen. Dann bleibt alles frisch, das Brot wird nicht trocken, Äpfel nicht braun und das Gemüse nicht labberig.

Emma benutzt im Moment noch diese Dose hier. Diese hat viele Fächer und einen absolut dichten Joghurtbecher.

Alternativ diese hier. Immerhin Plastikfrei.Diese Dosen sind grandios und für ihre Bedürfnisse die Besten. Eigentlich versuche ich grade unser Haus so Plastikfrei wie möglich zu halten, daher wird es möglicherweise bald mehr Alternativen geben. Ihre Trinkflasche ist bereits ersetzt. Und Manchmal nimmt sie keine Brotdose per se mit, sondern einen Dosenturm wie diesen, bzw. Teile davon. Da geht auch Joghurt rein. Oder in ein Fach Müsli, in das Andere Milch, in ein weiteres Obst usw.

Der kleine Batman hatte bis vor kurzem diese Dose für die Kita. Die hielt 4 Jahre, ist am Deckel durch diverse unsanfte Behandlungen abgeschrammt aber trotzdem noch heil. Alle Fächer sind untereinander dicht und auslaufsicher. Für die Vesper hat er eine andere Dose. Ebenfalls dicht und auslaufsicher, dafür ohne seperate Fächer. Die habe ich mit Silikonmuffinförmchen selbst „gebastelt“.

Nun ist der kleine Heldensohn in die Schule gekommen und hat neue Boxen bekommen. Einmal diese hier zum Frühstück. Die Ist Luftdicht, es trocknet also nichts aus. Allerdings sind die Fächer untereinander nicht zu 100 Prozent Dicht. Für flüssige Dinge also eher schwierig.

Und er Leo besitzt seit einer Woche auch diese. Diese Dose ist etwas flacher, Luftdicht aber auch nicht für flüssige Dinge. Als Trinkflasche bekommt er diese mit. Die Kinder nehmen nur Wasser mit in die Schule, die Einhornbändigerin auch gern mit Sprudel. Die Flaschen halten das aus. Generell gibt es bei uns zu Hause nur Wasser, Ausnahmen sind Geburtstage, Feiertage oder wenn wir essen gehen.

Wem diese Blechdose zu „Simpel“ sind, könnte diese eventuell auch pimpen. Mit Kreamikstiften, Aufklebern oder etwas in dieser Art.

Der kleine Heldensohn nimmt zwei Dosen mit in die Schule. Er isst oft das Mittagessen dort nicht und hat auch sonst immer Hunger, auch wenn er nicht danach aussieht. Emma nimmt eine Dose mit, weil es ihr reicht. Alle Dosen sind reichlich gefüllt, das meiste jedoch ist Gemüse. Da die Frage aufkam; ja, in der Norm kommen die Dosen leer zurück. Das liegt zum Teil an dem Schulessen dass es Mittags gibt und den Kindern nicht unbedingt schmeckt. Leo sowieso viel und gern isst und trotzdem schon immer an der Grenze zum Untergewicht war. Außerdem geben beide Kinder relativ häufig Dinge ab, wenn ein anderes Kind nichts dabei hat, Das ist von mir mit eingeplant.Ich mache die Dosen meist am Abend fertig wenn ich koche oder das Abendbrot vorbereite. Das geschieht so nebenbei. In etwa brauche ich für beide Dosen zusammen 20-30 Minuten. Je nachdem wie aufwendig diese sind.

Zu den Resten. Meistens gibt es die zum Abendbrot oder Morgens zum Frühstück vor der Schule. Oder ich rasple diese klein und sie kommen mit aufs Brot. Im Notfall esse ich sie und im Aller größten Notfall freuen sich auch die Hunde über Karottenschnipsel.

In den sozialen Netzwerken wird gern erzählt, dass sich besonders Mütter mit Frühstücksdosen dieser Art gern selbst übertrumpfen. Dass es wie eine Art Wettkampf sei. In unserem Fall; ich hab keine Ahnung wie die Dosen der anderem Kinder aussehen. Ich frage meine Kinder auch nicht danach. Manchmal erzählt mir die Einhornbändigerin dass sich die anderen Kinder fragen, wie ich diese Karottenherzen hinbekomme. Aber sonst gibt es wenig Feedback von „Außen“. Das aber interessiert mich auch gar nicht. Weil ich diese Art der Pausenbrote einfach schön finde. Für meine Kinder. Für mich. Ich mach das wirklich gern. es ist zu einer Art Abendritual geworden, die mich fast schon entspannen lässt. Die Minihelden essen ihr Gemüse auf. Eine Win Win Situation für uns alle.

6 Gedanken zu „Das Frühstück für die Schule; die Brotdosen mit den Augen

  1. Ich mache das ja auch hin und wieder und sehr gerne. Ich durfte mir dann immer anhören, dass es ja toll wäre, so viel Zeit dafür zu haben und andererseits Verschwendung von Lebensmitteln, weil ja so viel übrig bleiben würde. Darüber hatte ich auch mal ausführlich geschrieben. Ich finde es schön, versüßt es doch einen anstrengenden Alltag für die Kinder und macht die Dinge schmackhafter.

    1. Also ich hab deutlich weniger Reste seitdem wir das so machen 🙂 und die Zeit ist ja relativ. Morgens hätte ich die auch nicht. Abends 20 Minuten hingegen schon… Liebe Sari, lass uns einfach weiter bunte Brotdosen machen 🙂

  2. Ich bin ja echt immer ein bissel neidisch auf die Dosen von Emma und Leo. So eine bunte Dose hätte ich auch gerne jeden Tag 😅 Muss mir nur noch jemand suchen, der die mir macht. 🤣

  3. ich bin auch manchmal etwas neidisch auf die Brotzeiten der Kinder. das sieht jedesmal so voller Liebe aus und ist immer irgendwie anders originell. 🙂 Ines, du bist schon klasse …

  4. Liebe Ines!
    Seit August bin ich auch im Brotboxen-Team, da mein großer Sohn eingeschult wurde. Durch Deine Inspiration gestalte ich die Dosen ähnlich. Tatsächlich ist mir auch völlig egal, wie die Brotdosen der anderen Kinder aussehen. Denn ich möchte damit meinen Kind eine Freude machen und mich nicht darüber profilieren. Das wäre mir einfach zu blöd!
    Danke für das Teilen und die tollen Produkttips. Der Link für die Trinkflasche von Leo fehlt.
    LG,
    Melanie

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