Unsere liebsten veganen Laugenecken

In der letzten Zeit versuche ich wieder etwas häufiger zu backen. Unter Anderem probierte ich mich an Laugenecken, die Kinder mögen sie gern, ich mag sie und lecker sind sie sowieso. Das Wort vegan nenne ich daher, weil ich glaube, dass im Rezept von „originalen“ Laugenecken Eier drin sind und echte Butter. Ich kann Euch leider nicht sagen wieviel von Jedem. Ich empfehle Euch für dieses Rezept frische Hefe zu benutzen und nicht die getrocknete aus der Tüte. Letzteres nehme ich sonst auch ab und an und habe auch diese Ecken damit probiert, allerdings geht der Teig bei frischer Hefe meiner Erfahrung nach besser auf. Bei Brot merkt man den Unterschied kaum. Laugenecken aber werden aus mehreren Teigschichten geschichtet (das hört sich jetzt irgendwie merkwürdig an…). Da wird das Ergebnis mit frischer Hefe fluffiger.

Im Gegensatz zu sonst, dauert die Zubereitung etwas länger und ist aufwendiger. Aber für ein Sonntagsfrühstück sind sie doch perfekt. Die Teigrohling können über Nacht im Kühlschrank gelagert werden oder sogar eingefroren. Ihr braucht sie am Morgen dann nur noch mit der Lauge bestreichen und in den Backofen schieben

Aber jetzt zum Rezept, ihr braucht für 8 Laugenecken

400 Gramm Mehl ( nehmt Euch das, was Euch gefällt. Nur Roggen Pur klappt nicht, da ihr dann zusätzlich Sauerteig benutzen solltet. Ich verwendete 200 Gramm Dinkelmehl hell und 200 Gramm Einkornmehl Vollkorn. )

Ein halber Würfel frische Hefe (Zur Not ein Päckchen Trockenhefe)

Ein halber Teelöffel Zucker oder Honig oder Dattelmus (braucht die Hefe um zu reagieren

Ein Teelöffel Salz

220 ml Lauwarmes Wasser (hier müsst ihr probieren. Mehle reagieren unterschiedlich)

90 Gramm (vegane) Butter oder Magarine . (ich nehme immer Sojola, die kommt ohne Palmöl aus)

Etwas kochendes Wasser

2 Teelöffel Kaisernatron

Saaten, Kerne, Flocken, Schnick Schnack für oben drüber

Zuerst gebt ihr die frische Hefe zu dem lauwarmen Wasser. Achtung, nicht zu heiß sonst geht die Hefe kaputt. Dazu den Zucker und etwa zwei Esslöffel von dem Mehl. Alles kräftig umrühren bis die Hefe sich aufgelöst hat. Jetzt darf sich das Mehl-Hefewasser etwa 20 Minuten ausruhen. Danach könnt ihr das restliche Mehl und das Salz dazugeben. Knetet den Teig etwa 20 Minuten, das ist wichtig, damit der später luftiger ist. Am Ende sollte der Teig sich beim kneten von der Schüssel lösen. Kommt er Euch zu flüssig vor, gebt noch etwas Mehl dazu. Ist er zu fest, etwas Wasser.

Jetzt darf sich der Teig eine Stunde an einem warmen Ort ausruhen. Lasst ihn dazu in der Schüssel liegen und deckt ihn mit einem feuchten Tuch ab.

Danach sollte sich das Ganze verdoppelt haben. Nehmt den Teig aus der Schüssel und knetet ihn mit den Händen noch einmal gut durch. Ich werfe den Teigklumpen gern mehrmals und nicht besonders liebe Arbeitsplatte. Jetzt rollt ihr einen langen Strang daraus, also eine Wurst und schneidet diese in 9-10 gleich gr0ße Stücke.

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt um etwas Schoki für die Nerven zu essen oder was Euch sonst so hilft. Nebenbei könnt ihr die (vegane) Butter schmelzen. Entweder im Topf, Im Wasserbad oder der Mikrowelle.

Nehmt Euch das erste kleine Teigstück und rollt es auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund aus. Bestreicht diesen Fladen nun mit etwas Butter. (hierzu eignet sich ein Backpinsel ganz prima) Rollt das nächste Teigstück rund aus und legt es auf das Erste. (Lasst Euern inneren Monk nicht gewinnen, wenn die Teigkreise nicht gleichgroß sind oder schief, das macht nix. )Auch diesen wieder mit Butter bestreichen.

Das macht ihr jetzt solang bis ihr alle Teigstücke ausgerollt und geschichtet habt. Da mein „Fladenturm am Ende doch sehr unterschiedliche große Teigkreise hatte, habe ich am Ende nochmal um den Rand geschnitten. Aus den „Schnittresten“ konnte ich noch zwei weitere Fladen ausrollen und Schichten.Auf den obersten Teigfladen kommt keine Butter.

Wenn der Teigturm nun vor Euch liegt, könnt ihr Euch kurz auf die Schulter klopfen, das Schwierigste ist geschafft. Gut gemacht! Jetzt nehmt ihr erneut euer Nudelholz (oder anderen Gegenstand, den ihr zum Teigausrollen benutzt habt) und Rollt, besser drückt damit über Euern Teigturm. Wollt ihr knusprige Laugenecken, dann etwas mehr, so dass der Turm dünner wird. Wollt ihr eher fluffige Laugenecken, dann etwas weniger, so dass der Turm dicker bleibt. Die verschiedenen Teigschichten dürften sich nun erneut verschieben. Das muss so. Wie gesagt, am besten drückt ihr nur mit dem Nudelholz und rollt es nicht über den Turm. Also das Nudelholz immer nur aufdrücken.

Jetzt schneidet ihr Euern Turm wie eine Pizza. In 8 Teile und legt diese auf ein mit Backpapier geschmücktes Backblech. Diese Teiglinge könnten jetzt eingefroren werden oder im Kühlschrank bis zum nächsten Morgen warten. Falls ihr das tut, holt sie 60 Minuten vor dem Weg in den Backofen wieder aus dem (Tief)Kühlschrank hinaus.

Solltet ihr sie sofort weiterverarbeiten wollen, dürfen die Teiglinge sich nun trotzdem nochmal 30 Minuten abgedeckt ausruhen.

Am Ende der Gehzeit könnt ihr 5-6 Esslöffel kochendes Wasser mit zwei Teelöffeln Kaisernatron verrühren. Tragt diese Flüssigkeit mit einem Backpinsel auf die Teiglinge auf. Wenn ihr Lust habt könnt ihr nun allerlei Zeug über die Laugenecken streuen; Mohn, Sesam, Kürbiskerne…oder nix

Stellt das Blech samt Eurer Laugenecken in den kalten Backofen und stellt ihn auf 200 Grad. Ich schiebe Hefeteige immer in den Kalten Ofen, klappt irgendwie besser und der Teig kann noch etwas besser hochgehen. Die Backzeit beträgt im nicht vorgeheizten Ofen etwa 30 Minuten. Ich würde ich raten ab Minute 20 regelmäßig nach den Laugenecken zu sehen, jeder Ofen ist anders.

Aus einem mir unererklärlichen Grund habe ich kein besseres „Fertigbild“ gemacht, vermutlich weil die Dinger hier so schnell noch warm gegessen werden, dass ich es schlicht weg vergessen habe.

Nun denn, lasst sie Euch schmecken.

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3 Gedanken zu „Unsere liebsten veganen Laugenecken

  1. Das sieht so lecker aus, dass werde ich die Tage gleich mal ausprobieren. Allerdings nicht in der veganen Variante. 😉
    Vielen Dank für das Rezept und ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße aus Frankfurt von Katja

  2. Die sehen so lecker aus, habe sie immer bei unserem Bäcker gekauft. Leider hat er jetzt aus Altersgründen sein Geschäft geschlossen. Da kommt dein Rezept gerade richtig. Der Teig ruht gerade 😃. Freue mich schon! 😋

  3. Vielen Dank für dieses Rezept…ich habs soeben ausprobiert, die Torte steht, morgen früh wird gebacken! Wie du bereits vorhergesagt hast, war es etwas aufwändig, wird aber durch die Vorfreude wettgemacht….ich bin super gespannt, wie die Ecken rauskommen.

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