Vom Lagerfeuer ohne Feuer, rostigen Schrauben und ganz viel Glitzer; unser Wochenende

Hach schön, zwei Tage ohne rigt now und Schreibschrift. Was war das schön.

Am Freitag startete unser Wochenende. Am Nachmittag kamen ein paar Lebensmittel per inline Liefergedöns. Das letzte Mal bis auf Weiteres. Es gibt keine freuen Termine mehr. Einiges aber fehlte, so dass ich hoffte meine Wünsche am Montag irgendwem mitgeben zu können. Fürs Wochenende aber reichte es.

Vom Freitag erzählte ich Euch bereits. Der Tag lief so weiter. Der kleine Batman jammerte dass er Hunger hätte. Immerzu. Irgendwie ist er grade in irgendeiner Phase. Oder es ist Langeweile. Ich weiß es nicht. Zumindest hat er ständig Hunger. Ständig und immer. Zunehmen aber tut er nicht. Nie. Der Kinderarzt fragte mich früher regelmäßig ob der Junge genug isst. Jahaaa.

Samstag starteten wir recht entspannt in den Tag, die Sonne schien und ich wollte die Kinder unbedingt etwas an die frische Luft jagen. Da das bekannter Weise im Moment nicht so einfach ist, sind wir zunächst aufs Feld gegangen um danach die Ziegen in der Nähe zu besuchen. Dort gibt es fast schon mitten im Nichts ein riesiges Gehäge mit Ziegen, die sogar gefüttert werden dürfen. Danke lieber Nachbar, dass Du diese Tiere hast. Zuhause bereitete ich etwas schrumpeliges aber noch gutes Gemüse zum mitnehmen vor.

Trotz anfänglicher „Ähhhh schon wieder nur aufs Feld- Stimmung“ gingen wir los, die Einhornbändigerin fuhr mit dem Rad. Wir trafen nur weniger Menschen unterwegs. Die Sonne schien und kam uns doch Jemand entgegen, so wich er oder sie auf die andere Straßenseite aus. Es ist gut. Es ist Skurril. Es ist furchteinflößend.

Bei den Ziegen angekommen packten die Kinder unser mitgebrachtes Gemüse aus.

Wie erwartet stieg die Laune postwendend. Bei Beiden. Und noch mehr Freude gab es , als sich zwei Babyziegen zeigten.

Nach dem Füttern gingen wir etwas um das Gehege herum um noch schnell den Hühnern Hallo zusagen.

Plötzlich fiel uns ein Weg auf, den wir zuvor nie wahrgenommen hatten. Welch Glück. Zuerst führte er durch ein kleines Mini „Waldstück“ und endete wieder an einem anderem Feldweg. Absolut leer. Niemand weit und breit. Dafür viele stöcker, Steine und kleine Baumstämme. Das alles benutzten die Kinder um eine Art Lager zu bauen. Mit „Bett“, Kochstelle aka Lagerfeuer ohne Feuer. Dazu ein ausgehölter Stein, der als Mörser für die „Kräuter“ benutzt wurde. Wir liefen eine Weile hin und her um das Lager zu bauen.

Irgendwann aber ging es wieder nach Hause, da dort im Garten noch der Sandkasten auf mich wartete und immer noch abgebaut werden wollte. Damit das nicht zur Never Ending Story wird, wollte ich an diesem sonnigen Tag endlich beginnen. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Hause. Die Kinder nahmen die schönsten Steine mit. Nur die allerschönsten. Die Aller, aller schönsten. Es waren wirklich viele schöne steine dabei. Sehr viele. Zuhause wog ich den Beutel samt Inhalt aus purem Interesse…Ich trug da knapp 10 Kg Steine nach Hause. Etwa 2,5 Km. Gut! Sport war damit auch abgehakt. Perfekt.

Zuhause gab es einen kleinen Obstteller zur Stärkung. Danach bauten die Kinder mit den Steinen ihre Kochstelle im Garten auf, während ich versuchte mit unserem Minischrauber die rostigen Nägel aus den Latten des Sandkastens zu bekommen. Die Schrauben, die stärker als der Schrauber waren, habe ich mit „sanfter Gewalt“ gelöst. Stellt Euch darunter vor was wir wollt.

Am Ende  dauerte alles etwas länger als gedacht, so dass es auch schon Zeit zum Kochen wurde. Während die Kinder nun ihren Medien frönten (immer noch das neue Minecraft. Ich verstehe es immer noch nicht) bereitete ich das Abendessen  vor. Es gab Cous Cous mit buntem Zeug drauf und Joghurt. Die Maiskolben, die es auch noch gab fehlen irgendwie auf diesem Foto. Naja.

Sonntagfrüh frühstückten wir gemeinsam, danach trödelten wir so vor uns hin. Die Sonne war verschwunden. Stattdessen war es kalt und regnerisch. Die Pyjamas der Kinder wollten an diesem Tag nicht weichen und wurden erst am Abend nach dem Duschen durch neue ersetzt.

Am Nachmittag erledigte ich die übichen Dinge. Wäscheberge und so. Staubwischen, solch spannende Aktivitäten. Irgendwann kramte ich ein „Schleimset“ hervor, dass ich irgendwann Mal für langweilige Stunden besorgt hatte. Darin waren diverse kleine Töpfchen bunter Schleim, Glitzer, noch mehr Glitzer, viel Glitzer und kleines Zeug, welches in den Schleim gemischt werden kann.

Zu meiner Verwunderung fanden das beide Kinder ganz spannend und waren ausgiebig beschäftigt. Und ja, soooooo schlecht fand ich das auch nicht. Beruhigend irgendwie. Außerdem konnten sich die Kinder Eis mit bunten Streuseln „bauen“ Diese Streusel und das Glitzer klebt nun selbstverständlich überall. Aber Glitzer schadet ja nicht; getreu unserem Motto…Glitzer ist das neue Schwarz.

Ich kümmerte mich irgendwann um unser Brot, dieses Mal ein helles Hafel-Dinkel-Brot dass an Toastbrot erinnern sollte. Ich finde ja, dass es ganz gut geworden ist. Nur etwas zu kross an der Rinde.

Zum Abendbrot gab es Veggie Hot Dogs mit Knabbergemüse.

Nach der Gute Nacht Geschichte ging es für die Kinder ins Bett. Ich setzte mich noch kurz an den Tisch um den Unterricht für Montag vorzubereiten. Schreibschriftheft und Englisch, Yes. Zumindest die Bulldogge freut sich auf eine weitere Homeofficewoche mit den Kindern.

Kommt gut in Woche 3 von x in dieser Ausnahmesituation. Bleibt gesund ihr Lieben. Ich denk an Euch. Right Now.

Ein Gedanke zu „Vom Lagerfeuer ohne Feuer, rostigen Schrauben und ganz viel Glitzer; unser Wochenende

  1. Ich lese immer wieder gern was du schreibst 😊
    Und ja, entweder versteht man die Faszination Minecraft oder man versteht die große Faszination nie 😅 ist zumindest meine Theorie (mein Mann spielt es seit Jahren immer wieder 🙈)
    Weiterhin alles Gute für euch, viel Kraft und natürlich viel Gesundheit 😊

    Liebe Grüße

    Angi =o)

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