Von essbaren Kristallen ,dreckigem Wasser und einer Kreuzfahrt; unser Wochenende

Nachdem der kleine Batman und ich am Donnerstag mit der Sbahn  einmal quer durch Berlin gefahren sind um einen wichtigen Termin war zunehmen, blieben noch einige Schulaufgaben für Freitag übrig, die trotz Feiertag erledigt werden wollten. Übrigens war das unsere erste, richtige „Tour“ mit Mundschutz. Strange ist das ja immer noch. Und Mögen tue ich diese Teile ebensowenig, auch wenn ich den Sinn dahinter verstehe.

Die Einhornbändigerin verweilte das Wochenende bei Papa 1 und sollte am Sonntag zurückkommen. So setzten sich der kleine Heldensohn und ich recht entspannt an die Schulaufgaben. Am Nachmittag kontrollierte ich regelmäßig meine mails ob ich bereits Nachrichten der Klassenlehrer der Kinder bekommen hatte. Irgendwann konnte ich folgendes lesen.

Die Einhornbändigerin wird ab Montag wieder zur Schule dürfen, Tageweise und auch nur für wenige Stunden. Es gibt zwei Gruppen. Der Rest wird weiterhin via Homeschooling gemacht. Die Klassenlehrerin wünscht sich, dass die Kinder einen Mundschutz tragen und ihnen zu Hause erklärt würde, wie sie damit umzugehen hätten. Im Elternbrief de Schulleiters vor einer Woche aber stand nur, dass eine Gesichtsmaske mitgebracht werden kann aber nicht muss. Da hakte ich dann doch nochmal nach. Des Weiteren sollen die Kinder doch bitte Desinfektionsmittel von zu Hause mitbringen. Der Senat möchte das Tische und Stühle und sonst was regelmäßig desinfiziert werden, stellt aber kein Desinfektionsmittel . Na klar… es ist ja nicht so, dass es dieses Zeug grade nahezu Nirgends zu kaufen gibt. Ich befürchte auch, dass die Kinder nach Unterrichtsschluss ihre Tische selbst putzen dürfen. Wir werden sehen, was das große Mädchen erzählen wird.

Während neben mir der kleine Batman „Sina iiiiiisttttt auuuuf ddddeen Baum gekletttttttert“ gelesen und dann geschrieben hat, versuchte ich online irgendwo Desinfektionsmittel zu bestellen. Unseres war schon lange leer, daher konnte ich auch für die Schule nichts von unserem Bestand hergeben. Ich fand etwas. Über den Preis…naja, weniger als noch vor 4 Wochen. Aber deutlich mehr als sonst in der Apotheke oder im Drogeriemarkt. Jetzt muss das Zeug nur noch ankommen.

Am Nachmittag verbrachten wir viel Zeit im Garten. Aufgrund der Lockerungen und der „zwei Haushalte dürfen sich treffen, wenn es immer die Gleichen sind“ kam uns eine Freundin samt Kind besuchen. Wir blieben im Garten, ich suchte in den Tiefen meines Kühlschranks nach Dingen, die man Grillen konnte. Ich kann übrigens nicht grillen, das hat sonst immer wer Anderes gemacht. Also so ein richtiger Grill. Mit Kohle und so. Ja ich weiß, Umweltfreundlich ist das nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit aber klappte es tatsächlich. Ich klopfte mir kurz selbst auf die Schulter. Während der ganzen Euphorie vergaß ich, dass der Tisch im Garten auch gerne hätte abgewischt werden können.

Vor dem Essen, nach dem Essen und auch währenddessen spielten die Kinder unter dem Rasensprenger. Oder auf dem Trampolin. Oder der Rasensprenger war auf das Trampolin gerichtet.

Irgendwann fuhren unsere Gäste wieder nach Hause und wir räumten die letzten Dinge im Garten auf.

Am Samstag war es noch wärmer als am Vortag. Der kleine Batman beschwerte sich, dass unser Pool noch nicht fertig bzw. mit Wasser gefüllt war. Wir haben so einen kleinen Pop Up Pool, ich glaube der hat eine Höhe von 75 cm. Den hatte ich bereits vor einigen Wochen aufgebaut. An einer Anderen Stelle als sonst. Vom Regen war auf dem Boden ein kleine Pfütze entstanden. Da wie aus Zauberhand in dieser Poolpfütze auch ein paar Stöcker und Spielzeugautos gelandet waren, sah das Pfützenwasser dezent schmutzig aus, EKELIG. Ich sagte dem Heldensohn, dass wir den Pool daher erstmal saubermachen müssten und ich den erst richtig befülle, wenn es dauerhaft warm bleibt. Da ich die Filteranlage und die Wasserzusätze sonst umsonst schon nutzen müsste.Das fand der Heldensohn nur semigut. Akzeptierte es aber trotzdem.

Nach dem Frühstück machten wir uns an den Pool. Am Anfang half der Heldensohn mit. Später befanden nicht nur wir zwei uns in dieser Knöchelhohen, ekligen Pfütze sondern auch zwei Playmobilschiffe, die da jetzt unbedingt auf Kreuzfahrt gehen mussten.

Ich habe übrigens keine Pumpe oder Ähnliches um das Wasser samt gefühlten 10 kg Blättern und Blüten aus dem Ding zu holen. Ich benutzte die Bechertechnik. Fachmännisch und effizient… Nach einigen Stunden war es vollbracht. Die Spielboote beendeten die Kreuzfahrt, der Pool war leer und der weiß-blaue Boden war nicht mehr nur zu erahnen sondern auch zu sehen.

Das Wetter war herrlich, Sonne, warm und blauer Himmel. Nachdem es trockene KLamotten gab, durfte das Eis mit Extrastreuseln nicht fehlen. Und einen Selfmade Eiskaffee für mich.

Zum Abendbrot gab es Reisnudeln mit Gemüse und Ei für das Kind.

Eigentlich ging es kurz danach für den kleinen Batman ins Bett. Eigentlich. Uneigentlich schlich er kurz darauf ins Wohnzimmer, an den Bastelschrank und deckte sich mit buntem Papier, jeder Menge Glitzer, Klebestreifen und diversen Anderen Dingen ein. Ich tat so, als würde ich es nicht sehen. Irgendwann hörte ich aus dem Kinderzimmer geknister und geraschel.

Am nächsten Morgen kam mir der kleine Batman mit einem breitem Lächeln entgegen. Er gratulierte mir zum Muttertag und meinte, dass er Gestern etwas vorbereitet hätte. Ich hatte ehrlichgesagt nicht die geringste Ahnung woher wusste welcher Tag war. Vielleicht hatte er mit der großen Schwester mal drüber gesprochen, oder Radiosender? Wie auch immer. Es stellte sich herraus, dass der kleine Batman nicht nur am Bastelschrank gewesen sein muss, sondern auch an meiner „Notschublade“ Er brachte mir nämlich ein selbstgemachtes Glitzerbild. Ein gebastelte Schachtel und Schokolade darin. Zufällig meine liebste Schoki. Dunkel mit Salz. Was für ein Zufall. Ich war wirklich sehr gerührt von dieser Geste. Auch dann, als ich die Bastelspuren im Zimmer fand. Sagte ich schonmal, das Glitzer Einem sehr lange Freude bereitet? Überall?

Kurze Zeit später kam die Einhornbändigerin zurück. Auch sie brachte gebastelte Geschenke mit, unter Anderem eine selbst gemachte Pop Up Karte. Superschön!

Am Nachmittag schälten die Kinder einen Granatapfel, Oder um es in den Worten des kleinen Batman zu sagen ; Sie machten sich auf eine Aufgrabungssuche von essbaren Kristallen. Er mag sie zwar nicht essen, aber schön sind sie trotzdem.

Oder sie schmückten die Wohnung.

Das Wetter war grau und ich rechnete jederzeit mit einem heftigem Gewitter. So richtig raus wollte irgendwie Niemand. Also kneteten wir und spielten die All Time Favorite Brettspiele. 

Zum Abendbrot gab es Kartoffelgratin und Salat. und Knabbergemüse.

Und ich bereitete seit 8 Wochen die erste Brotdose für die Schule vor.

Das große Mädchen war schon ganz aufgeregt und hatte keine Ahnung wie die „neue Schule“ in Zeiten von Corona wohl sein würde. Am Ende der Woche kann ich Euch etwas über ihre Eindrücke erzählen wenn ihr Lust habt. Und auch ob der kleine Batman wieder in die Schule gehen durfte, denn das ist immer noch nicht ganz klar.

Ein Gedanke zu „Von essbaren Kristallen ,dreckigem Wasser und einer Kreuzfahrt; unser Wochenende

  1. Meine Eltern haben so einen Pool mit Metallwand, der inzwischen einbetoniert ist.

    Wenn das Wasser gewechselt werden muss, hat mein Papa zwar eine Pumpe; aber sie schafft die letzten 10cm nicht. Da steht die ganze Familie im Pool, muss mit Lappen den Pool auswischen und dann die Plane wienern 😂

    Ich verstehe eure Arbeit 🙂

    Habt ein schönes Wochenende jetzt 🙂

    EsistJuli

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