Von wasserreichen Tagen, Jahrestagen, die Niemand braucht und Kofferpacken; unser Wochenende

Das erste Ferienwochenende ist vorbei. Wir atmen auf, dass zumindest das Homeschoolding bis auf Weiteres ein Ende hat. Diesen Freitag kam uns die Ostseeoma wieder besuchen. Zusammen ging es los den Wocheneinkauf erledigen. Auto sei Dank war das recht easy. Da meine Mama relativ früh gekommen war, waren die Supermärkte noch recht leer.

Am Nachmittag verbrachten die Kinder einige Zeit im heimischen Pool. Das Ding steht wirklich schief, ich hoffe, dass er trotzdem diesen Sommer durchhält.

Dann kam das neue Hundegeschirr der Bulldogge an. Das zeitaufwendige, sehr genaue messen im Vorfeld lohnte sich, das Ding passte. Am Ende der Ferien werden wir für eine Woche zum Campen fahren. Die Bulldogge wird uns begleiten, der andere Hund darf anderweitig Urlaub machen. Die Bulldogge hatten wir noch nie mit, es wird also eine Premiere. Das aber bedeutet auch, dass der Hund nun ein richtiges Sommergeschirr bekommen hat, da er dieses auf dem Campingplatz deutlich häufiger tragen wird als zu Hause. Zusätzlich bekommt er von mir noch etwas Leinenführtraining, denn ja….das ist nicht so sein Ding. Toffee hat andere Interessen; Hundejoga zum Beispiel.

Am frühen Abend kochte ich noch schnell das Essen, bevor ich mich auf den weg machte. Ostseeoma sei Dank konnte ich den Abend erneut außerhalb unserer Vier Wände verbringen. Die Kinder genießen die Zeit mit der Oma sehr. Und ich die paar Stunden allein ebenso.

Ich war am Abend an einem See in Brandenburg unterwegs. Der Regen hörte zum Glück rechtzeitig auf. Eigentlich wollte ich bei der Gelegenheit noch einen Geocash loggen, der aber ließ sich nicht finden. Aber es ging auch so. Pünktlich zum Sonnenuntergang stand ich am Wasser, später im Wasser.

In der Nähe feierten Teenies ihre Ferien, das aber störte mich wenig. Es war ein bissel wie Urlaub. Sommer, Sonne, See.. Auch wenn im Moment viele blöde Jahrestage aufeinander prallen, das Wetter, die Sonne draußen machen es mir wesentlich leichter, das Schöne nicht aus den Augen zu verlieren. Diese Woche war mein dritter Hochzeitstag und ja; es war okay. Es war wirklich okay. Merkwürdig aber okay.

Irgendwann ging es zurück nach Hause und ich versank zufrieden in meinem Bett.

Am Samstag hieß es früh aufstehen. Zusammen mit der Oma wollten wir zu einem Badesee fahren. Aufgrund der Coronaeinschränkungen konnten wir unsere Personendaten zu vor bereits online eingeben, so dass die Wartezeit weniger lang sein sollte. Außerdem fuhren wir extrafrüh los um überhaupt noch an den „Seestrand“ hineingelassen zu werden, denn dank Corona gibt es da irgendwann einen Stopp. Um 9 machte das Strandbad auf, kurz danach waren wir dort. Eine Schlange gab es bereits, aber es ging dann doch wesentlich schneller als befürchtet.

Wir suchten uns einen Platz unter einem Baum, in der Nähe der Imbissbude. Kleiner Tip am Rande; da will sonst Niemand sitzen. Für gewöhnlich hat man auch später, wenn es voll ist, immer genug Platz um sich. Niemand rückt einem zu sehr auf die „Pelle“. Es stinkt übrigens nicht, nur ist mehr Platz da. Das ist nicht nur in Zeiten von Coroana ganz nett.

Die Kinder freuten sich riesig endlich wieder am See sein zu können. Ich war auch im Wasser, allerdings weniger ausdauernd als die kleinerem Menschen. Zur Mittagszeit gab es dann übrigens doch etwas von diesem Imbissteil. So langsam füllte sich der See und bevor alle da etwas wollten, stellten wir uns dann auch schnell dort an. Während ich die ultragesunden Kartoffeln (möglicherweiße waren die frittiert) gegessen hatte, die mir das kleine Heldenkind übrig gelassen hatte, setzte sich zögerlich eine Frau zu uns und strahlte mich an. Eine Leserin war dort, Jemand von Euch. 😊 Ich freu mich ja immer Jemanden von Euch in „echt“ zu treffen. Wir sprachen etwas, über den Blog, über die DKMS und welche Hemmschwellen es da gäbe sich registrieren zu lassen. Vielleicht blogge ich dazu nochmal extra. Vielen Dank dass Du mich angesprochen hast 😊

Am Nachmittag, als es wirklich richtig voll wurde, sind wir schon wieder nach Hause gefahren. Ziemlich k.o ziemlich voll mit ungesundem Essen. Ziemlich müde. Ziemlich glücklich.

Wenig später machte sich die Ostseeoma wieder auf den Weg nach Hause. Da die Frage bereits kam, ja es gibt auch einen Ostseeopa. Meine Eltern sind seit über 40 Jahren verheiratet. Allerdings ist mein Papa nicht fit genug um diese Strecke bewältigen zu können. Aber wir sind ja bald in der Nähe. Daher, liebe Grüße Papa, wir freuen uns.

Den Nachmittag „chillten“ die Kinder so vor sich hin, wir bastelten noch etwas an dem Eisstielfloß weiter und versuchten die Bulldogge davon zu überzeugen, dass sein neues Geschirr wirklich, wirklich prima ist. Das großen Mädchen wünschte sich erneut diese „sidecut“- Frisur. Die Haare werden auf einer Seite komplett weggeflechtet. Das dauerte etwas.

Zum Abendbrot gab es bunten Bratreis mit Veggiebällchen und Kräuterjoghurt.

Sonntag startete mit einer Erinnerung, die mir Facebook angezeigt hatte. Am 28.6.2012 schrieb ich „The magic hateful C“ , das war der Tag der Erstdiagnose von Krabbe Kunibert, dem multiplen Myelom. Das war erstmal doof, obwohl ich das Datum im Kopf hatte. Der nächste Gedanke galt der Zeit, die danach kommen sollte. Niemals nie hätte ich damit gerechnet, was für Jahre da noch auf uns zu kommen würden. Welche Panik und Todesängste. Simon siegte vor knapp zwei Jahren, in dem er Flügel bekam. Die Kinder und ich siegten, weil wir all das überlebt hatten. Strange irgendwie.

Wie auch immer.

Nach dem Frühstück suchte ich wie immer, dezent panisch, den Kinderreisepass der Einhornbändigerin. Immer bevor sie den braucht. Immer. Das große Mädchen würde am Nachmittag von Papa 1 abgeholt werden und zusammen mit ihm nach Bayern zur anderen Oma und Family fahren.(Patchwork und so, Klischees können wir)  Koffer gepackt hatten wir selbstverständlich auch noch nicht. Ich bin so ein unfassbar gutes Organisationstalent.

Es fand sich alles an. Ebenfalls wie immer. Kurz nachdem alles gepackt war kam der angesagt Regen. Ich öffnete alle Fenster um für Durchzug zu sorgen. Gleichzeitig fragte ich die Kids ob sie Lust hätten eine Runde im Regen zu tanzen. Denn ich hatte genau das jetzt vor. Das passte irgendwie zum heutigem Datum. Ihr wisst schon.

Schon standen, tanzten, rannten wir im strömenden Regen. Die Insassen von vorbeifahrenden Autos sahen uns merkwürdig an. Auch das passiert immer. Wirklich lustig war es dennoch. Die Luft war noch warm, der Regen ließ mich meinen Körper spüren und bewusst wahrnehmen. Die Kinder hatten einfach nur jede Menge Spaß.

Danach ging es wieder rein, abtrocknen und trockene Klamotten an. Am frühen Abend, es regnete übrigens schon wieder, wurde die Einhornbändigerin von Papa 1 abgeholt.

Der kleine Batman und ich blieben zurück und bereiteten zusammen das Abendessen vor. Es gab Emmernudeln mit Zitronensoße und Gemüse.

Das war es auch schon, unser sehr wasserreiches Wochenende. Nächste Woche stehen einige Termine an. Schöne und weniger Schöne. Daher wird der kleine Batman Stundenweise in den Hort gehen müssen. An der Begeisterung arbeitet er noch. Aber es wird schon. Eine Brotdose gibt es daher für morgen auch, wenn auch anders als sonst.

Kommt gut in die neue Woche ihr Lieben, rockt den Montag.

2 Gedanken zu „Von wasserreichen Tagen, Jahrestagen, die Niemand braucht und Kofferpacken; unser Wochenende

  1. Vielleicht fällt es dir gar nicht mehr auf, aber ihr strahlt eine unglaubliche Kreativität aus. Damit meine ich speziell auch die spontane Kreativität, die sich einfach aus den gerade gegebenen Umständen ergibt. Der Tanz im Regen ist gerade wieder eines dieser fantastischen Beispiele……LG

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