Von Zeit für mich, Zeit am See und vielen Enten; unser Wochenende

Dieses Wochenende war tatsächlich das, vor dem ich am Meisten Respekt hatte. Fangen wir aber von vorne an.

Freitag läuteten wir das Wochenende mit unserem Wocheneinkauf nein. Nicht spannend aber nötig. Selbstverständlich habe ich erneut vergessen ein Foto für Euch zu machen, beim nächsten Mal wieder. Danach kam uns noch eine Freundin im Garten besuchen, die Kinder spielten im Pool und wir konnten uns etwas unterhalten. Nachdem die Zwei gegangen waren spielte der kleine Batman noch etwas mit seinem ferngesteuerten Auto draußen.

Zum Abendbrot gab es auf Wunsch des Kindes echte Hackbohnenbällchen mir Reisnudeln, Gemüse und Honigsenfsoße. Danach folgte unser obligatorische Kinoabend. Eine Serie, in der Minitoffees die Hauptrolle spielten. Viel zu spät ging es ins Bett.

Samstag konnte ich daher sogar ausschlafen, weil der keine Batman es ebenfalls tat. Nach dem Frühstück packten wir seinen Rucksack , gegen Mittag nämlich wurde der Heldensohn abgeholt. Er schlief das erste Mal seit Ewig bei seinem besten Freund. Die Aufregung war groß; auf allen Seiten. Diese Zeit bedeutete viel Spaß für den kleinen Batman und jede Menge Zeit nur für mich. Und das war dieses Wochenende genau das Richtige.

Den Samstag wuselte ich dann so vor mich hin und war abends trotz unbeständigem Wetter zum Picknicken am See verabredet. Ein paar liebe Gäste gesellten sich auch dazu.

Irgendwann, ziemlich spät ging es frierend zurück nach Hause. Zwischendurch sah ich immer mal wieder auf die Uhr. Und plötzlich war es 22.56 Uhr. Der Moment, der vor zwei Jahren unser Leben ins wanken brachte. Am 4. Juli 2018 habe ich Simon das letzte mal halbwegs wach gesehen. Am Abend um 22.56 rief mich die Klinik an und fragten ob ich der Intubation und dem künstlichen Koma zustimmen würde. Aber das wisst ihr ja. Der Tag in diesem Jahr aber war schön, manchmal Gedanken verloren aber schön. Etwas skurril, aber das ist es bei uns ja sowieso immer. Ihr kennt das.

Wie auch immer. Sonntag startete daher recht ruhig. Ich putzte endlich die Dinge, die ich hätte schon längst putzen sollen. Gegen Mittag sah ich wieder auf die Uhr. 2 Jahre ist diese besagte Unterschrift nun her, irre. So weit weg, in diesem Moment heute war es aber fast so, als säße ich wieder vor diesen Menschen mit weißen Kitteln. Ich schrieb einige Gedanken runter, vielleicht wird daraus ein Blogpost, ich weiß noch nicht.

Es ist jetzt 16 Uhr, gleich kommt der kleine Batman wieder. Ich bin gespannt was er zu erzählen hat. Es war ein ruhiges Wochenende, ich traf liebe Menschen und bemerkte dass die Angst vor den letzten zwei Tagen größer war, als es nötig gewesen wäre. Es waren entspannte Tage, ruhig und mit dem Fokus auf mich. Ich glaube ja, dass das genau richtig gewesen ist.

Kommt gut in die neue Woche ihr Lieben. Falls ihr Seifenblasen oder Luftballons im Haus habt, lasst sie doch Morgen in die Luft steigen wenn ihr Lust habt.

Rockt den Montag

Ein Gedanke zu „Von Zeit für mich, Zeit am See und vielen Enten; unser Wochenende

Schreibe eine Antwort zu trienchen Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.