Zwischen Marathonhype und Lazarettstimmung

Es ist ruhig geworden auf unserem Blog, entschuldigt ihr Lieben. Aber die Tage rennen und davon und ich scheine zu nix zu kommen. Daher gibt es Heute ein kleines Familienupdate für Euch.

Unser Held schleppte lange eine fiese Männergrippe mit sich herum. Ich startete mit einer Bronchitis durch und irgendwie waren wir Beide ordentlich lahm gelegt.  Wir taten alles und versuchten das Beste, dass sich die Beiden Heldenkinder nicht ansteckten. Inzwischen bin ich nach einer Woche Krankschrift fast wieder fit. Unser Held hustet noch immer, ist aber schlimmeres gewohnt und beißt sich durch.

Am Dienstag fand der jährliche Sponsorenlauf der Heldentochter statt.20170926_171126 Eine Runde hat knappe 500 Meter (ich tippe auf 450). Für jede Runde, die sie läuft spende ich Summe x an den Förderverein der Schule. Vor dem Lauf hatten wir zwei uns besprochen, dass wir zusätzlich zum „Rundengeld“ für die Schule noch 10 Euro pro Runde an eine Organisation ihrer Wahl spenden. Die Einhornbändigerin entschied sich für zwei gemeinnützige Vereine. Jeweis 5 Euro pro Runde sollten an den Tierschutz Berlin und an „Die, die kranken Menschen helfen neues Blut zu finden“ gehen. (DKMS, die Heldentochter kennt dies nun zu Genüge).

Mit jeder Menge Hustenbonbons bewaffnet stand ich an der Laufstrecke. Letztes Jahr lief das große Mädchen 5 Runden, diesmal wollte sie mehr schaffen, viel mehr. Und das Kind lief, lief und lief. Die mitgebrachte Wasserflasche war schnell leer und ich besorgte Wasser in Bechern, die ich ihr immer im vorbeilaufen anreichte.

Die taffe Einhornbändigerin kämpfte sich von Runde zu Runde, es waren nur wenige Gehpausen dazwischen. Am Ende hatte sie sagenhafte 20 Runden geschafft. Keiner von uns hatte damit gerechnet. Damit erkämpfte sie nicht nur eine nette Summe für den Förderverein, sondern auch jeweils 100 Euro für den Tierschutz und die DKMS. Nur dumm dass wir Monatsende haben. Die Zusatzspenden müssen noch eine Woche warten.20170929_075037

Am nächsten Tagen erlebte die große Heldentochter den Muskelkater ihres Lebens. Ihr Schrittzähler zeigte an diesem Tag übrigens 31532 Schritte an… eigene Grenzen überwinden? Das kann sie.

Für dieses Wochenende stand ein Besuch auf des Helden Arbeit an. Denn dort wurde ein großes Familienfest geplant, mit Hüpfburg, diversen Vorführungen und anderem Schnick Schnack. Alle freuten sich darauf. Aber wie sollte es auch anders sein…Gestern Abend jammerten die Kinder, dass ihnen warm sei, die Augen waren glasig und auch sonst wirkten die Zwei recht schlaff und müde. Tadaaa… Zwei Mal über 39 Grad Temperatur; natürlich. Unser Held ist Heute allein zu dem Fest unterwegs und die fiebernden Kinder genießen ihren Kinoabend mit „Bibi und Tina, Tohuwabohu“, super „gesundem“ Essen und dem Sofa.20170930_190031

Den Film hat die Einhornbändigerin vor einer Woche von einer guten Freundin geschenkt bekommen. Als sie es gewusst, nur gut dass der da ist. 20170930_190307

Letztes Wochenende war die besagte Freundin und ein weiterer Freund vom Helden zu Besuch. Es wurde sogar Kuchen mitgebracht. Ich lebe nach wie vor Zuckerfrei und Kohlenhydratreduziert, inzwischen seit 8 Wochen. Da ich mich und meine Gelüste kenne, habe ich einen „cheatday“ eingeführt, der für gewöhnlich am Wochenende ist. Da nehme ich es dann nicht ganz so genau, esse komplexe Kohlenhydrate und auch Schoki. Das beugt Gelüsten vor und lässt mich durchhalten. Die von mir befürchtete „Zuckergrippe“ kam dadurch auch nicht zurück. Damit meine ich den Zuckerentzug…ohja, soetwas hatte ich am Anfang; Kopfschmerzen, Gereiztheit, Müdigkeit und hibbelig. Das kommt aber trotz den Cheatdays nicht zurück.

Aber zurück zum Kuchen. Ich hatte an diesem Tag meinen Cheatday und habe ein Stück gegessen. Soviel sei gesagt, er war wirklich sehr, sehr lecker. Allerdings hatte ich die Nacht danach die schlimmsten Magenkrämpfe meines Lebens, an Schlaf war nicht zu denken. Da nur ich betroffen war und Niemand sonst, gehe ich davon aus, dass das einfach zu viel des Guten gewesen ist. In Zukunft…keine „normalen“ Kuchen mit Mehl und Zucker für mich….

Dann war ich zum Zweiten Mal bei der Körperanalyse; Körperfettbestimmung, Körperwasser und Muskelmasse. Innerhalb von 6 Wochen habe ich mein Körperfett um 2%reduzieren können, hört sich wenig an, macht aber eine Kleidergröße aus. Abgesehen davon sind alle Werte besser, ich fühle mich fitter und belastbarer. 20170829_203407

Sport und Zuckerfrei geht also weiter

Die Heldenkinder aktzeptieren ihre Ernährungsumstellung nach anfänglichem Gejammer auch ganz gut. Für sie und den Helden gibt es fast nur noch Vollkornprodukte, mehr Gemüse und weniger Süsskram.(Ausnahmen, wie den heutigen Tag, gibt es) In ihren Brotboxen für die Schule und Kita sind nun Brotspieße, Brotherzen, und Obst-Gemüse-Käse-Würstchenspieße. Da schmeckt selbst das olle Vollkornbrot plötzlich. Der Held zieht natürlich mit und baut zum Abendbrot die spannendsten Gemüsebauten 🙂20170926_184346.jpg

Nächste Woche steht der nächste Termin bei der Onkologin an. Unser Held wird dann das Medikament zur Erhaltung verschrieben bekommen. Am Freitag nächste Woche wird er starten und wir hoffen, dass sich Kunibert dadurch länger ruhig verhält und sich nicht mehr zeigt als sowie schon. Im Moment ist Simon recht nervös, da er nicht weiß was genau auf ihn zukommen wird. Kommt es zu Nebenwirkungen, bleiben die Blutwerte stabil, wir er wieder häufiger erschöpft sein und weniger Geschmachssinn haben? All das werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.20170926_175932Ach… wir feierten inzwischen auch unseren „3 Hochzeitstag“, zumindest in unserer Zeitrechnung. Einmal im Monat, anstatt einmal im Jahr. Wozu auf Dinge warten? Zeit ist kostbar.20170924_193854

Zur Feier des Tages sind wir Essen gegangen. ins „Lowkal“, ein Low Carb Restaurant. Wahnsinnig lecker. Dazu erzähle ich Euch an anderer Stelle nochmal mehr.

Die letzte, wirklich grandiose Neuigkeit zum Schluss…Es ist nun so, dass eine Stammzelltransplantation für unseren Helden auf Grund des Rezidivs im Moment keine Option mehr ist. Das Risiko wäre zu groß, die Erfolgschancen zu klein. Das enge Zeitfenster ist verstrichen. Abgesehen davon gibt es tatsächlich immer noch keinen Spender. Aber…we ich inzwischen erfahren habe hat ein Mensch, Jemand, der sich bei unserer großen Registrierungsaktion zusammen mit der DKMS im April hat registrieren lassen, inzwischen Stammzellen spenden dürfen. Ich weiß nicht wer der Spenderheld/ die Spenderheldin ist, auch nicht wer der genetische Zwilling, also der Empfänger ist. Trotzdem, bzw. gerade deswegen….Lieber Stammzellspenderheld, liebe Stammzellspenderheldin, ich verneige mich vor Dir, für deinen Mut, für deine Solidarität. Ich danke Dir für die Hoffnung, die Du schenkst, ich danke Dir dafür, dass du einem Patienten irgendwo auf der Welt die Chance auf ein neues, gesünderes Leben gibst. Dein Handeln ist selbstlos und verdient ganz viel Respekt. Auch zeigst Du uns, dass nicht alles umsonst gewesen ist. Du bist die erste Person, die als Spender aus unserer DKMSaktion hervorgegangen ist. Und so wie ich gehört habe, vermutlich nicht die letzte. Denn zwei weitere mutige Menschen unter Euch, stehen kurz davor. Ihr seid Helden!20170810_180009

Kunibert und Ingeborg

Der 5. Geburtstag des kleinen Batman liegt hinter uns. Es war ein toller Tag, der nicht mehr ganz so kleine Heldensohn hat jeden Moment genossen. Dieses Wochenende waren die Omas und Opas, die Tante und Cousinen zu Besuch; die Euphorie hielt also an.

Zusammen mit einem Gefühl von großem stolz, mischt sich bei mir noch etwas „Erfurcht“ vor der der Vergangenheit mit.

Als ich mit dem Batman in der 21. Woche schwanger gewesen bin, zog Kunibert; das multiple Myelom bei unserem Helden ein. Mit Kunibert änderte sich alles schlagartig und nichts schien mehr so zu sein, wie es mal war. Ich erschrak jeden Morgen wenn ich im Spiegel meinen im runder werdenden Bauch im Spiegel gesehen habe.

Am 12.9 erblickte der kleine Held mit 48cm und 2825Gramm die ersten Lichter um sich herum.1175493_500036726757696_615720744_n 2 Tage später musste unser Held aufgrund der Verschlechterung seines Zustandes selbst in die Klinik.

Ein paar weitere Tage später konnte ich die Klinik verlassen, zusammen mit dem Babybatman, der damals 4 jährigen Einhornbändigerin, der dazugehörigen Patentante und Ingeborg. Ingeborg hatte sich bei mir eingeschlichen, über Nacht war sie einfach gekommen und wollte zunächst auch nicht mehr gehen. Ingeborg sorgte dafür, dass ich schlecht geschlafen habe, oft geweint und selten Hunger hatte.

Ingeborg heißt eigentlich Wochenbettdepression. Sie hielt mich fest umschlungen, nur dass ich es damals nicht direkt bemerkt hatte. Ich dachte die innere Unruhe, das Verzweifelte la an der Gesamtsituation. An Ingeborg dachte ich nicht.665499_362217653872938_2026546770_o

Der kleine Heldensohn schrie, oft, eigentlich fast immer. Die Einhornbändigerin wurde das erste Mal auf Medikamente gegen ihre Epilepsie eingestellt. Unser Held lag in der Klinik. Und ich verstand nicht, warum ich so wenig Bezug zu unserem Baby, dem kleinem Batman hatte.

Unser Held war am Anfang selten zu Hause, das Klinikbett brauchte er öfter als gedacht. Um mich herum erntete ich oft und verständlicher Weise oft Unverständnis. Niemand konnte verstehen warum ich nicht die liebevolle Löwenmutter war, wie ich es bei der Einhornbändigerin von Anfang an gewesen bin.  Ich verstand es selbst auch nicht. Ich hätte dem kleinem Batman nie etwas angetan, aber so richtige Muttergefühle hatte ich nicht. Ich stillte ihn und es fühlte sich fremd und nicht richtig an. Die erste Zeit versuchte ich diese Gedanken wegzudrücken, nach außen die zufriedene Mama zu sein.841198_401556469939056_1103118990_o

Irgendwann klappte es nicht mehr. Ich trug den kleinen Heldensohn oft im Tragetuch und trotzdem wollte dieses eine, dieses bestimmte Gefühl einfach nicht kommen. Ich traute mich nicht mit Jemandem darüber zu sprechen.  Ich zweifelte an mir, an meine Fähigkeiten und fragte mich warum ich überhaupt Mutter geworden bin. Ich war überfordert und fühlte mich unfähig. Die Kinder waren immer gepflegt, sauber, satt und wurden versorgt. ch spielte mit Ihnen, schaukelte sie in den Schlaf, nur gut angefühlt hat es sich nicht. Zu mehr hat es damals für einige Zeit kaum gereicht. Ich bin mir unsicher ob ich eventuelle „Spätfolgen“ für Beide Heldenkinder zu verantworten habe. Bis Heute mache ich mir Vorwürfe in diese Situation gefallen zu sein, bzw. mir zu spät Hilfe geholt zu haben. Schwäche zeigen wollte ich damals nicht, denn ein Erwachsener muss schließlich stark sein.DSC_9362

Die Situation um die Krebserkrankung unseres Helden spitzte sich zu, Ingeborg wollte auch nicht gehen und ich realisierte langsam, dass es so nicht weitergehen kann… Ein Besuch bei der Frauenärztin brachte etwas Licht ins Dunkle. Zum ersten Mal fielen die Worte Wochenbettdepression, „das passiert häufiger, als man denkt“ und „sie sind nicht allein“. Es folgten einige Wochen mit einigen Terminen, Gesprächen und diversen Anderem. Medikamente habe ich nicht genommen.

Und eines Tages war er da. Der Morgen, an dem der kleine Batman von mir gestillt worden ist. Ich sah ihm an, er kuckte mir in die Augen und es kribbelte in meinem Bauch. Es war so, als würden viele Flugzeuge auf einmal starten. Mir wurde wohlig warm und ich war vor allem eins— Zufrieden. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit war ich zufrieden. So richtig mit Haut und Haaren. Ich hätte den kleinen Heldensohn die ganze Zeit nur ansehen können.602698_418232901604746_1060626091_n

Ich merkte in den folgenden Tagen, dass meine Augenringe zwar nicht kleine werden, ich aber dennoch entspannter. Ich konnte wieder lachen, mit den Kindern spielen und war dankbar Mutter von zwei wunderschönen, tollen Kindern zu sein.

Ingeborg lebte etwa 8 Wochen mit uns, sie kam über Nacht und ging auch plötzlich wieder über Nacht. Nachdem ich dachte, dass ich nie wieder „normal“ sein werde, war es plötzlich überstanden.1504399_686813388080028_9027125181540656060_o

Dieser Post ist sehr intim und schon fast ein wenig unangenehm. Aber ihr Lieben…Eigentlich wollte ich Euch nur sagen, dass es viele Arten von Krankheiten gibt. Es gibt Krankheiten, fiese Untermieter wie Ingeborg, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Bei mir lebte Ingeborg nur vorübergehend, weil meine Hormone nach der Geburt des Heldensohnes verrückt gespielt haben. Es gibt aber ebenso viele Fälle, bei denen eine Ingeborg dauerhaft wohnt. Sie nisstet sich richtig ein, bleibt und hat kein Mitleid. Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind hart und erbarmungslos. Trotzdem gibt es nur selten Verständnis von Außen. Im Gegenteil…882882_427716633989706_1925809424_o

Ich hatte Glück, dass Ingeborg fast von allein wieder gegangen ist. Ich hatte das Glück, dass ich danach noch eine tolle Beziehung zu unserem Sohn aufbauen konnte. Dieses Glück haben nicht alle. Oft bleiben Patienten unbemerkt, weil die Scham zu groß ist.

Wochenbettdepressionen…Die Dunkelziffer ist hoch. Und glaubt mir, rückblickend betrachtet war es der Horror. Es sind nicht nur „Heultage“, es ist um einiges mehr. Mittlerweile weiß ich, dass es Frauen gibt, die sogar Wochenbettpsychosen entwickelt haben. Hormone sind nicht zu unterschätzen.

Wenn ihr betroffen seid, irgendetwas komisch findet oder ihr das Gefühl habt eure Freundin/ Frau könnte betroffen sein; holt Hilfe. Nicht in allen Fällen geht es so gut aus, wie bei mir. Schämt Euch nicht, steht dazu und holt Euch Hilfe. Ingeborg kann auf Dauer nämlich genauso grausam und unberechenbar werden wie Kunibert.

Geliebter Heldensohn, bis Heute tut es mir so unendlich Leid, dass ich erst so spät etwas gegen diese Situation unternommen hatte. Wir haben soviel Zeit verloren und ich frage mich oft, ob manche deiner „Schwierigkeiten“ eventuell auf diese Zeit zurück zuführen sind. Ich bin dankbar, dass es uns trotz des wirklich schwierigen Starts noch gelungen ist eine so schöne Mutter-Sohn Bindung aufzubauen.

Pflege Dich selbst, oder auch…Sei Achtsam und Wertschätze

Die letzten Jahre haben mir viel abverlangt auch wenn ich „nur“ die Angehörige eines Krebspatienten bin. Mir ist natürlich bewusst, dass unser Held die größeren Probleme hat, aber spurlos an mir vergingen die ganzen letzten Jahre auch nicht vorbei.
Neben dem Versuch den Alltag aufrecht zu erhalten und die Kinder aufzufangen sind viele soziale Kontakte den Bach runter gegangen. Es ist schon fazinierend, was von Außen für Erwartungen auf einen einprasseln und gleichzeitig kaum Jemand Verständnis für weniger Flexibilität hat.
Wie auch immer…während der letzten Jahre begleiten mich ehrlich gesagt vier Hauptängste.
1. Der Held wacht morgens nicht mehr auf
2. Die Kinder schaffen es nicht diese Situation zu bewältigen
3. Mein Leben, mein Ich, das was ich bin verschwindet
4. Ich werde selbst krank.20031883_873754829445149_7885805840283517203_n
Angst Nummer Eins habe ich mittlerweile gut im Griff, so denke ich. Es gibt Tage, da ist sie mehr da und Tage da ist es gut aus haltbar. Wie es den Kindern ergehen wird, ob sie mit genügend Resilienz ausgestattet sind um den worst case zu bewältigen? Ich hoffe es, bisher klappt es ganz gut. Die Zeiten, in denen unser Held nicht bei uns sein konnte waren nicht schön für die Zwei Heldenkinder, aber erträglich. Sie verzweifeln nicht oder verlieren den Boden unter den Füßen
Was mein Leben betrifft, daran nage ich tatsächlich etwas, zeitweise ziemlich doll sogar. Ich weiß zu schätzen was ich habe, ich bin dankbar für Vieles aber ich vermisse „Mich“ manchmal. Aber genau an diesem Punkt arbeite ich gerade. Ich versuche mir Stück für Stück wieder etwas zurück zu holen. Teilweise mag das egoistisch wirken, aber ich denke, dass es ein guter Weg für mich ist.
Die Angst selbst krank zu werden ist allgegenwärtig. Dabei unterscheide ich nicht zwischen physischen oder psychischen Krankheiten. Manchmal ist es nur die Angst vor Überforderung, oder es ist Angst vor der Angst selbst. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlen wird, wenn Kunibert so mächtig wird und wir dem Ende entgegenlaufen. Ich weiß nicht ob ich dem gewachsen bin.
Und ich habe Angst selbst körperlich zu erkranken. Nicht weil ich Angst um mich habe. Ich kann es mir einfach nicht leisten selbst zu erkranken. Simon ist unheilbar an Krebs erkrankt, dies hat eine stark eingeschränkte Lebenserwartung zur Folge. Er wird immer wieder im Krankenhaus sein müssen. Die Tatsache, dass es mit der Stammzelltransplantation nicht geklappt hat, macht es nicht besser.IMG-20170816-WA0008
Wenn ich ebenfalls etwas hätte, was machen unsere Kinder dann? Wer ist für sie da, wenn sie traurig sind? Wer hört sich ihren schönsten Geschichten von Superhelden und Einhörnern an. Wer geht zu Schulfesten, nimmt sie in den Arm oder lacht mit Ihnen?
Natürlich macht es Sinn (bei jedem von Euch) sich mit der FRae zu beschäftigen zu wem die KInder gehen sollen, wenn den Eltern etwas passiert. Bei uns ist es nur so, dass ich in dem Bewusstsein lebe irgendwann alleinerziehend zu sein. Ohne mich wird es schwerer. Ich darf nicht krank werden!
Ich weiß wovon ich rede. 2007 wurden mir 5 Darmpolypen entfernt. 3waren ohne Befund, 2 weitere jedoch waren riesig und trugen bösartige Zellen in sich. Die Dinger konnten restlos entfernt werden. Der PEG Scan bestätigte die Hoffnung, dass nichts gestreut hat bzw. es keine weiteren Herde gibt.
Nach einer kurzen Ausnahmesituation war alles wieder auf Alltag gestimmt und bisher ist es auch so geblieben.
Niemand von uns weiß was morgen passieren wird, ich auch nicht. Aber krank werden, das darf ich nicht.
Aber manchmal ist es auch so, dass einem Ängste auch einen anderen Weg aufzeigen können, manchmal vielleicht auch einen besseren. Wir leben trotz unserer Situation recht ungesund und nicht besonders sportlich.
Um mich besser zu fühlen, um etwas gegen das Monster Angst unternehmen zu können wollte ich etwas dafür tun. Ich kann nichts gegen das Schicksal machen, aber ich kann versuchen zumindest gesünder zu leben. Denn so kann ich das Risiko gewisser Dinge einfach vermindern. (auch wenn ich es nur glaube, es hilft)20170729_185036 - Kopie
In den letzten 3 Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt, verzichte auf Industriezucker und allem wo es drin enthalten ist. Ich versuche mich Low Carb und vor allem bewusster zu ernähren. Abgesehen von dem häufigen Heißhunger auf Schokolade klappt es bisher ganz gut. Schokolade ist nämlich leider verboten. Jeder der mich kennt weiß, wie schwer mir das fällt. Ich suche im Moment nach alternativen 
Vor Allem aber bewege ich mich mehr, die Gassitouren mit dem großen Hund sind nun Abends mind. 7-8 Km lang, wenn der kleine Hund mitkommt etwa 3km. Vorgestern war ich zu einer Probestunde bei MRS.Sporty. Das ist kein Fitnessstudio, wie ihr es Euch vorstellt. Es ist eine Art Zirkeltrainig. Die Übungen werden auf mich abgestimmt du durch eine Trainerin überwacht. Heute wurde das erste Mal mein Körper vermessen, inklusive Körperfettbetimmung und Ehrlich…das Erebnis ist besser als ich dachte…In 6 Wochen dann erneut, ich bin gespannt. Ich versuche so oft es geht dorthin zu gehen.
An den anderen Tage gehe ich joggen, naja ich versuche es. Gestern brauchte ich für 4km etwa 36 Minuten, es ist also noch ausbaufähig. Joggen und lange Gassitouren passieren für gewöhnlich in der Zeit wenn die Kinder bereits im Bett sind.
Ich fühle mich besser. Befreiter irgendwie und ich habe das Gefühl etwas für mich zu tun und ganz nebenbei etwas gegen die Angst in meinem Kopf, die Angst selbst zu erkranken zu unternehmen.Ines_Simon_snapshot2go_295
Diese Angst bestimmt mich nicht, sie steuert mein Leben nicht und ich will dass es so bleibt. Nur ich kann etwas gegen komische Gefühle tun, Niemand sonst. Ich möchte selbstbestimmt sein und mich fitter fühlen.
Ich glaube, dass ich noch nie so auf meine Ernährung geachtet habe. In Masse esse ich mehr als zuvor, nur andere Dinge. Die Bewegung tut mir wirklich gut, ich merke dass ich mental fitter und freier bin. Ich kann besser atmen und genießen.
Und das Beste…Den Helden habe ich schon fast etwas angesteckt. Er isst das Essen mit, allerdings mit seinen eigenen Beilagen und er geht ebenfalls joggen. Nicht schnell, nicht weit aber er tut es. In Anbetracht der Tatsache, wie es ihm noch vor einigen Monaten gin ist dies eine enorme Leistung.
Bewegung hält den Körper fit. In einem fitten Körper lebt doch auch der fitte Geist, oder?.P1100707
Es mag sein, dass es nur eine vorrübergehende Phase ist, aber im Moment fühle ich mich ganz gut dabei. Ich liefere mich meinen Ängsten nicht aus, ich habe für mich einen Weg gefunden mit ihnen umgehen zu können. Und gerade klappt das ganz gut.
Aber meine Schoki….die fehlt mir dann doch. Habt ihr Ideen für Alternativen? Ich bin für alle Ideen offen

Ein Ort, ein Gefühl und ganz viel Wehmut

Ddd

Wir sind zurück; letzte Nacht haben wir wieder in unseren Betten geschlafen. Ohne Mücken aber auch salzige Luft, die beim atmen hilft.

Ich hatte eine Woche. Da wir versuchen wollen so viel wie möglich in der nächsten Zeit zu erleben, haben wir uns für einen recht spontanen Kurztrip entschieden. Diesmal allerdings ohne die Einhornbändigerin, da sie noch bis Freitag bei der Oma in Bayern ihre Zeit auf dem Bauernhof verbringen darf.

Wir anderen wollten aber auch nochmal raus. Ursprünglich wollten wir mal einen Roadtrip mit dem Wohnmobil durch Europa machen. Aufgrund der Umstände ist dies schwierig geworden.

Aber ihr kennt uns inzwischen etwas…Wir mieteten einen fest installierten Wohnwagen auf einem Campingplatz an der Ostsee. Und es war die einzig richtige Entscheidung!

Am Montag ging es, samt der Hundedame Apple Jack los. Unsere bellende Fledermaus durfte derweil Urlaub bei der Nachbarin, der Lieblingshundesitterin machen.

Uns erwartete ein wahnsinnig schöner Campingplatz; das Feriendomizil Lüttow

Eine sehr gepflegte Anlage mitten Im Wald. Hier stehen ausschließlich Wohnwagen und Bungalows.20170812_094500 Zuerst sahen wir uns unser „Wohnauto“ an. So schön! Es war genug Platz für uns Drei plus Hund. Auch die Einhornbändigerin hätte ohne Probleme mitreisen können. Wir haten eine Art Miniterasse mit Vorzelt, Stühlen und einem Tisch.

Im Innenraum gab es ein großes Bett,20170812_130817

ein Doppelstockbett,20170812_130833

eine gut ausgestattete Küche und eine kleine Sitzecke.

Allerdings waren wir nur wenig Zeit in unserem kleinem Zuhause auf Zeit, da es das Wetter wirklich gut mit uns meinte. Direkt nebenan ist ein weiterer Campingplatz, der Naturcampingplatz Usedom. Dort gibt es einen Riesen Spielplatz, eine unheimliche nette Kinderanimation, Kinderdisco, ein Restaurant (die haben tatsächlich eine Hundekarte) und einen kleinen Laden.

Wir sind häufig über diesen Campingplatz gelaufen. Denn am Ende war ein direkter Zugang zum Achterwasser. Das ist eine Art „Vorwasser“, Mündung? der Ostsee. Der Strand war recht klein, aber naturbelassen, niemals überfüllt und immer sauber. Besonders der Batman hat ihn geliebt.20170807_174846

Oberhalb des Strandes gab es eine Art kleine Steilküste mit Wald. Dort sind Apple Jack und Ich die Gassirunden gelaufen. Der Ausblick dabei war unglaublich. Es war sonnig, warm und der Meereswind wehte durch unsere Haare, bzw. das Fell.20170809_100553

Je länger unsere Runde ging, destoweiter bergab ging es. So sind wir irgendwann an eine Stelle gekommen, an der ein „Abstieg“ von ca.5-6 Metern möglich gewesen ist. Es war nicht steil, dank vieler Wurzeln und „Sandstufen“ war es gut händelbar. Am nächsten Tag zeigte ich dem Batman und unserem Helden diese Stelle. Wir sind ohne Problem hinunter gelangt und haben unseren Lieblingsort entdeckt. Ein kleiner, versteckter Steinstrand mit einer Umgekippten, alten Baumwurzel, ganz viel Schilf und kleinen Blumen an einer mit Gras bewachsenden Stelle. Wunderschön! 20170809_124907

Außer uns war Niemand dort. Der Held und ich versuchten ein Floß aus rumliegenden Stöckern und Schilf zu bauen.20170809_125001 Der Hund lief seine Runden und der kleine Batman meinte, dass es hier wie auf einer Pirateninsel sein, ganz doll abenteuerlich.

Auf einer echten Pirateninsel ist selbstverständlich mindestens ein Schatz versteckt. Am nächsten Tag machten wir uns via Geocashing auf die Suche. Es folgte ein Spaziergang durch den Wald. Das entwickelt sich gerade zum neuen Hobby von unserem Helden

und siehe da…Auf einer großen Wiese hat der kleine Batman seinen Schatz,seinen ersten Cash gefunden.20170810_175930

Auf Usedom hat ein neuer Karls Erdbeerhof aufgemacht. Abgesehen von dem wirklich leckeren Erdbeerkuchen20170810_133242 gab es Marshmellows für den kleinen Batman. Diese konnten über einem Lagerfeuer noch lecker „gebacken“ werden20170810_133210

Ansonsten sind die Jungs dort TRaktor und Boot gefahren, die riesige Wellenrutsche runtergerutscht, sie haben den Ausweg aus dem Maislabyrinth gefunden und haben auf dem Wasserspielplatz gespielt.

Auch im Wald waren wir oft, wir waren schließlich von ihm umgeben.20170809_140544

Auf dem benachbarten Campingplatz entdeckten wir ein altes, schon zerfallendes Haus.20170808_194619Das Dach fehlte, aber die einzelnen Räume waren alle noch zu erkennen. Ein einem wuchs eine kleine Birke, die Natur holt sich mit aller Macht ihren Platz zurück. Beeindruckend irgendwie.

Es war übrigens kein Problem, dass wir uns auch auf dem Naturcampingplatz aufgehalten und deren Angebote wahrgenommen haben. Zwischen beiden Plätzen gibt es eine Art Verbindungstür, die praktischer Weise genau neben unserem Wohnwagen gelegen hat. Ich würde trotzdem immer wieder im Feriendomizil Lütow übernachten, hier war es deutlich ruhiger, abgeschlossener. Die Menschen, die dort arbeiten waren immer freundlich und wir hatten das rundum sorglos Paket. Es gibt einen Zentraen Grillplatz mit drei Steinofengrills. Um das säubern nach dem leckeren Essen kümmerten Sie sich. Unser Müll wurde jeden Tag abgeholt und gefühlt wurde stündlich das Sanitätshaus geputzt.

Dort gab es richtige Camping Luxusduschen,

extrem saubere Klos, eine Spülmaschine, zwei Waschmaschinen20170812_093945 , eine Sauna und ein Solarium.20170812_093941 Das beste daran….für nichts wurden Wertmarken benötigt. Und Alles war immer, wirklich immer sauber!

Die meiste Zeit verbrachten wir am Wasser, Ostsee oder Achterwaser. Beides ist fantastisch.

Unser Held und ich planten vor dem Urlaub unsere Abende. Wir wollten Abends, wenn der kleine Batman schläft noch gemütlich zusammen sitzen, Karten spielen, reden, Zweisamkeit genießen oder auch al einen Film auf dem Tablet ansehen. Kostenloses W-Lan gab es nämlich auch. Aber wie heiß es so schön, am Ende kommt alles anders als gedacht. Wir hatten keine Zeit dazu.20170811_191825

Wir hatten großes Glück mit unseren Nachbarn. Ein junges Paar mit zwei Kindern; zwei Jungs im Alter von 4 und 6. Der Kleine Batman schloss sich den Zweien an, Abends wurden es oft noch mehr Kinder. Je später der Tag, je dunkler der Abend wurde, desto mehr Spaß hatten sie. Die Kinder liefen mit Walkie Talkies und ihren Taschenlampen über den Campingplatz. Niemand störte sich daran. Unser Heldensohn wirkte mit einem mal ganz groß, war stolz dass er allein soviel machen durfte und ist in diesem Urlaub über sich hinaus gewachsen. Eigentlich ist er ein eher schüchternes und zurückhaltenes Kind, das bei Überforderung zu einem Wutanfall neigt. Aber dort…er hat die Kinder angesprochen, tobte und spielte die ganze Zeit. Ich habe ihn lange nicht mehr so ausgeglichen, entspannt und auch wahnsinnig glücklich gesehen. Der kleine Batman war nicht vor 22.30 Uhr im Bett. Karten gespielt haben wir nicht, für lustige Selfies in der Dunkelheit hat es aber gereicht.20170811_233245

Morgen beginnt der Alltag wieder. Mein Job ruft, unser Held muss zur Onkologin und der kleine Batman geht in die Kita. Morgen bekommen wir die neuen Blutwerte, auf die wir schon ganz aufgeregt und ehrfürchtig warten. Diese Werte werden uns sagen, wie es in den nächsten Tagen und Wochen bis zum nächsten Termin weitergehen wird. Entweder startet die Erhaltungstherapie samt Nebenwirkungen oder wir können weiter „watch an wait“ fahren. Je nachdem wie sehr sich Kunibert zeigt, ob er niedrigschwellig gebieben ist oder eben nicht.

Aber Heute schwelgen wir noch in Erinnerungen an den wunderschönen Urlaub. Kunibert war gedanklich soweit weg, wie seit einer Ewigkeit nicht mehr. Wir konnten unsere Akkus aufladen, wir alle haben uns erholt! Das Wetter war großartg, die Stimmung harmonisch und ausgelassen. Dieser Wohnwagen ist ein Zauberort für uns geworden.20170811_233426

Wir wollen wieder dort hin, schon ganz bald. Ob es nächsten Sommer noch klappen wird ist ungewiss, wir können schwer planen. Wir denken nicht an nächstes Jahr, sondern wollen alles jetzt, solang es die Umstände zulassen. Darum überlegen wir bereits i den Herbstferien erneut unseren Zauberort zu besuchen, diesmal zu viert und evtl. sogar mit beiden Hunden. Es war wirklich unbeschreiblich, so Kraftspendend. Die Luft, das Meeresrauschen, die Geräusche der Möwen und dieser Wohnwagen auf dem Traumcampingplatz. Wir überlegen und ich hoffe das wir es realisieren können.20170810_175354

(Dies ist kein offizieller Werbepost, ich werde nicht bezahlt oder bekomme anderweitige Vergütungen.. Ich schreibe freiwillig über diesen Campingplatz, da er für uns wirklich von großer Bedeutung ist. Der Betreiber wird erst jetzt von mir über diesen Blogpost in Kenntnis gesetzt.

Liebe Betreiber des Feriendomizils Lütow, ihr habt da was ganz tolles geschaffen. Wir sind unendlich dankbar, dass wir so spontan noch „unseren“ Wohnwagen mieten konnten. Wir kommen wieder, ganz bestimmt)

 

 

 

 

 

 

on the road again

Gestern war ein Tag, der mich erneut an die endlichkeit des Lebens erinnert hat. Ein Kind in unserem Umfeld hat seinen Papa verloren. Plötzlich ist er nicht mehr da. Auch wenn ich ihn persönlich kaum gekannt habe, schockiert es mich.

Mein tiefes Beileid an seine Familie und die Freunde. Viel Kraft wünsche ich vor allem aber seiner Frau und den zwei Kindern. Haltet durch, holt Euch Hilfe und versucht diesen fast unaushaltbaren Verlust zu meistern. Ich denke ganz doll an Euch. Meinen tiefen Respekt für die Kraft, die ihr nun aufbringen müsst. Das ist ungerecht.

Mich erschreckt es, wie schnell das gewohnte Leben plötzlich vorbei sei kann. Es macht mir Angst wie plötzlich geliebte Personen nicht mehr da sind. Unfälle geschehen, täglich. Die Diagnosen von Krebserkrankungen häufen sich.P1110064

Mich erschütterte diese Nachricht zu tiefst. Zum Einen weil ich zumindest ein Kind von diesem Papa häufig gesehen habe, zum Anderen wurde mir erneut bewusst, dass es uns auch irgendwann treffen wird.

Wir versuchen mit unserer Situation so optimistisch wie möglich zu sein. Die größte Chance auf viel Zeit, die Stammzelltransplantation ist verstrichen. Nun wissNiemand von Euch…Ihr wisst nicht was morgen passieren wird oder nächste Woche oder nächstes Jahr; ihr wisst es einfach nicht.

Ich schreibe Euch von unserem Lebensdurst und auch davon, wie wir versuchen die Situation zu meistern. Krabbe Kunibert ist beängstigend und grausam. Dennoch gelingt es uns bisher ganz gut immer wieder aufzustehen. Meine Großeltern sind alle gestorben, eine gute Freundin vor vielen Jahren ebenfalls. Ich weiß aber nicht, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Mann irgendwann nicht mehr da ist. Ich weiß aber, dass es irgendwann geschehen wird und die Kinder und ich übrig bleiben. Immer wenn ich daran denke, versuche ich die Gefühle dazu ganz schnell weg zu schieben. Dennoch bin mir dieser Tatsache bewusst und versuche den Gedanken daran hin und wieder zuzulassen, damit es mich/uns nicht „unvorbereitet“ trifft. Aber….vorbereitet kann man nicht wirklich sein.20170727_190702 - Kopie

Das Leben ist endlich und oft hast Du keine Chance Dich zu verabschieden. In diesem Kontext wird häufig gesagt „Wir hatten noch so viel vor.“

Wir haben auch viel vor, auch wenn unsere Zeit zusammen kürzer sein wird, als die manch anderer. Ich denke jedoch, dass es egal ist wieviel wir machen, am Ende wird es sich zu wenig anfühlen

Trotzdem haben wir vor einiger Zeit unsere Bucket List geschrieben, ich hab sie als Seite nocheinmal extra vermerkt. So könnt ihr unsere Fortschritte sehen. 🙂 Einige D9nge konnten wir bereits streichen, manche Dinge werden in unseren Träumen bleiben, weil sie so nicht umsetzbar sind. Wir arbeiten schon an Alternativen.

Wir wollen so viel erleben wie es geht, wir wollen Erinnerungen schaffen und so viel Leben wie es die Umstände zulassen. Kunibert ist da, er wird nicht mehr gehen. Aber unser Held ist im Moment symptomfrei.

Ich kann Euch verraten, dass der August unser Monat wird, wir werden mindestens drei weitere Punkte streichen können. Und schon Montag geht es los. Wir waren bereits im Juni für 5 Tage an der Ostsee (ich verspreche Euch erneut, der Post kommt dazu kommt bald….). P1110342Aber wir wollen mehr. Eine Roadtour mit dem Wohnmobil durch Europa ist mit einem aktiven Kunibert im Gepäck irgendwie ungünstig. Darum….haben wir gestern spontan einen Wohnwagen gemietet, dieser steht fest installiert auf einem Camping Platz, mitten im Wald an der Ostsee. Etwas anders, aber besonders der kleine Batman freut sich auf das „Wohnauto“

Morgen gehe ich den letzten Tag arbeiten, dann heißt es Wäsche waschen, Koffer packen, Anti-Mückenzeug besorgen und am Montag geht’s los. Die Einhornbändigerin ist währenddessen immer noch auf dem Bauernhof der Bayernoma, und findet Camping auch ziemlich „uncool“. Daher darf sie auf eigenen Wunsch bei der Oma bleiben. Wir nehmen auch da erste Mal einen Hund mit in den Urlaub. Apple Jack darf mit, Toffee, unsere Bulldogge bleibt bei der Nachbarin. Hitze und Autofahren sind nicht so seins.

Ende August kommen zwei weitere Highlights. Ein Konzert und ein grandioser Kurztrip mit den Kindern. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Wir wollen uns noch nicht verabschieden, sind aber dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit haben. Noch ist es aber nicht an der Zeit. Wir wollen leben und lieben, solange es eben geht.

Ihr Lieben, genießt Eure Zeit, nutzt sie und schiebt nicht immer alles auf später. Manchmal ist der Gedanke, dass es schließlich noch genug Zeit gäbe nicht immer richtig. Denn ihr wisst es einfach nicht.

warum ich eine Rabenmutter bin oder auch Unser Sonntag in Bildern

Unser Wochenende verging diesmal besonders schnell, ob wohl der Samstag recht unspektulär war. Einkaufen, ausmisten und feststellen dass sich der kleine Batman erkältet hat. Mit triefender Nase hat er eine neue Lieblingsbeschäftigung für sich entdeckt; Kaffee kochen, allein. Keine Panik, wir haben eine Maschine, der Kaffee ist nie kochendheiß. sollte er etwas verschütten verbrüht er sich nicht!

Der kleine Batman sorgt  im Moment dafür, dass ich gefühlt drei mal so viel Kaffee trinke wie sonst. Eine ausgesuchte Nachbarin wird gleich mitversorgt, so dass er hin du wieder bei ihr klingelt und fragt ob sie auch ein Getränk möchte. Nur an der zuckermenge arbeiten wir noch 🙂20170730_133331 - Kopie

Trotz der vielen Tassen voll mit wirklich süßem Kaffee versuche ich etwas mehr auf mich und  meine Fitness zu achten. Geburtstagsgeschenk sei Dank, hab ich nun auch meine Aktivitäten besser im Blick. Am Samstag war ich mit Apple Jack knappe 8 Km im schnellen Gang unterwegs. Schön wars, diese Auszeit. Es ist jedes Mal wie ein kleines bisschen Wellness. Die letzte, wirklich große Hunderunde ist eindeutig zu lange her20170727_192313 - Kopie

Am späten Nachmittag war der Held mit zwei Freunden unterwegs.

Der keine Batman und ich testen derweil unsere neuen Abendessen und Frühstücksbegleiter.20170729_185036 - Kopie

Am Sonntagmorgen war ich mit Toffee unterwegs, 2,5Km, mehr schafft unsere bellende Fledermaus bei diesem Wetter nicht. Dabei stellte ich fest, dass das Feld vor unserer Haustür immer noch ordentlich unter Wasser stand.20170730_100823(0) - Kopie

Selbstverständlich hatte ich die falschen Schuhe an…20170727_191757 - Kopie

Später sind wir zu einem Verschenk-Flohmarkt gefahren. Die Mama vom besten Kitafreund des kleinen Batmans organisiert den nämlich mit. Gefunden haben wir nichts, dafür aber ein nettes „Angebot“ bekommen. Die Mama fragte uns ob  der kleine Batman nicht am Dienstag nochmal bei ihr schlafen möchte, sie sei zu Hause und ihre Söhne würden sich freuen. Nach einen kurzen Anflug eines schlechten Gewissens ( letzte Woche schlief er bereits dort, die Einhornbändigerin ist aktuell bei der Bayernoma auf dem Bauernhof; Kindersturmfrei) haben wir dankend zugesagt. der kleine Batman hat zuvor noch nie bei einem kitafreund geschlafen, kinderfreie Abende waren daher so gut wie nie bis gar nicht. Wir sind egoistisch, ich weiß. Aber Spaß hat der Heldensohn bestimmt auch.

Das nächste mal werden wir auch etwas zu diesem Verschenk Flohmarkt bringen. Die Stimmung war toll und besser als altes wegzuwerfen ist es sowieso.

Danach waren wir noch ganz gesund essen…Salat…mit Tofu…nagut, es gab Schokieis in der Waffel.20170730_161827 - Kopie

Der kleine Heldensohn schnupfte immer noch vor sich hin, fragte aber ob wir nicht nochmal zu dem Feld gehen könnten, zu der Pfütze von der er wusste.

Trotz Schnupfen und leichtem Husten haben wir bejaht und die Gummistiefel zu Hause gelassen.

Am Feld angekommen glänzten zwei blaue Augen, die unter dem viel zu langen Pony des Batmans kaum zu sehen waren. Die Pfütze war ein Bach, dort w0 eigentlich ein Feldweg sein  sollte. Der Heldensohn und ich wagten uns langsam, Barfuß in die braune, Matsch-Wasser-Pampe. Unser Held stand grinsend daneben und fotografierte.20170730_164157 - Kopie

Es fing noch ganz harmlos und zögerlich an. Ich meinte noch, dass der kleine Mann bitte aufpassen soll, damit er nicht all zu nass wird. „Du bist erkältet, nicht dass es schlimmer wird“20170730_164431 - Kopie

Zwischendurch war es fast romantisch, im Wasser-Matsch stehend, mit dem Blick aufs Feld.20170730_164407 - Kopie

Dann aber war ich es, die ihre Prinzipien über Wasser geworfen hatte und spritzte den kleinen Batman nass. Erst danach realisierte ich, was ich da eigentlich getan hatte. Manchmal lohnt es sich eben doch den Kopf auszuschalten…20170730_164727

Er erwiderte natürlich sofort. Falls ihr gestern ein Lachen gehört habt, das waren wir. der Schlammheld war nämlich so laut, dass es bestimmt noch Kilometer weit zu hören war.20170730_164706

Als wir irgendwann durchs Wasser rannten, mein KLeid schon völlig durchnässt war, die Hose des Batmans auch, stolperte er und wollte sich fallen lassen. Ich hielt ihn im letzten Moment noch fest, damit der Heldensohn nicht komplett in dem braunen Morast liegt. Erkältung, Ekel, Bakterien…ihr wisst schon.20170730_165315

Wie es aber kommen musste…der kleine Batman stürzte „zufällig“ und selbstverständlich nicht beabsichtigt. So lag er zwischen Getreideehren und Wiesenbüscheln bis zum Kinn im Wasser.20170730_165617

Dann war es mir auch egal, er lies sich immer wieder fallen, wir zwei wurden immer nasser und Matschfarbener. Je dreckiger seine Klamotten, je nasser die Haare wurde, desto lauter lachte der kleine Batman.20170730_165456

Irgendwann gingen wir tropfend, stinkend und mit Schlamm in den Haaren zurück nach Hause. Ich konnte die Bakterien förmlich sehen, wie sie auf uns ihre Party feierten.

Nach einer Dusche war alles wieder gut.20170730_200554

Abends, nachdem der kleine Heldensohn im Bett gewesen ist, sind Apple Jack und ich wieder aufs Feld. Verratet mich nicht; auch wieder ohne Gummistiefel. Diesmal waren es 8,6 Km in 1 Stunde und 16 Minuten.

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Heute, der Tag danach…okay husten tut der kleine Batman noch immer leicht. Mehr gibt es nicht zu sagen. Falls der kleine Batman versehentlich Schlamm verschluckt hat blieb es ohne Folgen, auch konnte ich keinen Ausschlag auf der Haut sehen. Ihr könnt wieder atmen.

Verantwortungslos und irgendwie eklig könnte man nun denken. Wir dachten in diesen Moment an gar nichts, wirklich an gar nichts. Diese Pfütze war unser Highlight des Wochenendes. Das war es Wert.

Der kleine Batman hofft nun auf Regen, damit sein „Pool“ noch etwas erhalten bleibt.20170727_190702 - Kopie

 

 

 

die Sache mit den Zeugnissen– Off Topic

Die Einhornbändigerin hat ihr drittes Schulbesuchsjahr hinter sich und genießt nun ihre wohlverdienten Ferien.

Die letzten drei Jahre war nicht immer einfach und vor Allem ich habe zwei Dinge gelernt…

  1. ich habe die Zeit in der Grundschule ordentlich unterschätzt
  2. Erstklässler können unwahrscheinlich gemein und grausam sein

Die Einhornbändigerin freute sich damals sehr auf ihre Einschulung, sie knnte es kaum erwarten lesen und schreiben zu lernen. Sie interessierte sich schon in dieser Zeit besonders für Natur, sammelte Steine und beobachtete Tiere. Ganz besonders stolz war sie auf ihren pinken Schulranzen, ihre riesige Zuckertüte und ihr Einschulungskleid.

Die Heldentochter hat Epilepsie; Absence Epilepsie. Seit sie vier Jahre alt ist, nimmt sie starke Medikamente ein. Zum Zeitpunkt der Einschulung war sie auf drei verschiedene Medikamente eingestellt und trotzdem nicht Anfallsfrei. Eine Absence sieht aus wie ein Tagtraum, sie hört plötzlich mit ihren Tätigkeiten auf, oder schlimmer macht einfach weiter. (auf einem Fahrrad, auf der Straße, an einer Treppe ist das nicht immer angenehm…) Dieser „Anfall dauerte bis zu 2Minuten, meistens jedoch kürzer. Danach hatte sie oft Orientierungsschwierigkeiten, sie wusste nicht wo sie ist, was sie gerade gemacht hat oder warum sie alle so komisch ansehen.DSC00567.jpg

Ich zeige Euch keine Einschulungsfotos, denn auf nahezu jedem Bild hat die Einhornbändigerin solch einen Anfall und zeigt ihren „Schlafzimmerblick“

Es gab zuvor viele Gespräche mit der Schule und der KIta. Das Kind wurde mit Integrationsstatus und Schulhelferin in einer Regelschule eingeschult. Die kleine Superheldin besucht eine JÜL Klasse (Jahrgangsübergreifendes Lernen). In dieser Klasse werden Kinder von der 1-3 Klasse zusammen unterrichtet. Von Anfang an war klar, dass die Einhornbändigerin diese JÜL nicht nach drei Jahren beendet sondern nach vier. Sie ist nicht „sitzengeblieben“ sondern hat einfach etwas mehr Zeit bekommen. Die Medikamente verlangsamen die Hirnleistung, so dass die Heldentochter einfach etwas mehr Zeit braucht. Dazu ist sie sehr verträumt und lässt sich leicht von anderen Dingen ablenken.IMG_20130516_201846

Es wurde hoch gepriesen, dass die Kinder in den ersten drei Jahren nicht benotet werden. (ja, tatsächlich, ich finde es gut trotz dem gern genanntem Argument der Leistungsorientierten Gesellschaft)

Der Einhornbändigerin fiel es sehr schwer Buchstaben zu Wörtern zusammen zu ziehen. Sie erkannte die Buchstaben aber Worte wollten nicht daraus werden.

Sachkunde und Kunst mochte sie, das interessierte sie. Mathe…lassen wir das.

Zum Jahrsende gab es das Zeugnis. Noten standen nicht drauf, dafür aber Viertel Kreise, Halbe Kreise, Dreiviertel Kreise und Ganze Kreise…

Im zweiten Jahr wurde es doof. Das tapfere Mädchen kämpfte immer noch mit den Buchstaben und Zahlen. Die Kinder bekamen regelmäßig Diagramme mit. Auf diesen Stand in Form eines Balken das Leistungsniveau des Letzten Tempochecks, mit Namen der Kinder drunter. (Deutsch–Lesen und Verstehen auf Zeit, Ankreuzprinzip)20150527_164104.jpg

Unsere Tochter war die Zweitschwächste, die Kinder der Klasse verglichen sich untereinander und die Einhornbändigerin wurde ausgelacht und geärgert.

Seit diesem Tag hatte sie jeden Morgen Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und ähnliches. Hausaufgaben wurden zur Qual, Sätze wie „ich kann das sowieso nie, ich bin zu doof“ waren keine Seltenheit. Die Einhornbändigerin war auf Schulfesten immer allein unterwegs, versteckte sich wenn bestimmte Mädchen in der Nähe waren. Sie wurde auf keine Geburtstage mehr eingeladen und wollte eigentlich gar nicht mehr zur Schule.20170716_162220

Es folgten viele Mails und Gespräche mit der Lehrerin und auch der Schulsozialarbeiterin. Es gab Gespräche mit den entsprechenden Kindern. Zuhause lichtete sich das Chaos langsam, die Einhornbändigerin machte wieder Hausaufgaben und lernte. Sie fing an ihrem Bruder vorzulesen, den Hunden und irgendwann auch uns. Sie schrieb Briefe du kleine Botschaften. Gedichte lernen war kein Problem mehr und das 1×1 wurde immer sicherer.

Das Zeugnis nach dem zweiten Jahr zeigte uns dennoch deutlich mehr Viertelkreise als im Jahr davor. Trotzdem waren wir stolz, stolz auf ihr Durchhaltevermögen.

In diesem Jahr feierte die Klasse wie immer kurz vor den Sommerferien den Abschied der Drittklässler, also von den Kindern mit denen unsere Tochter eingeschult worden ist. Die Einhornbändigerin war nicht traurig, dass sie nicht gefeiert wurde da sie noch ein Jahr verweilen darf. Sie freute sich darüber, dass sie bei ihrer Lehrerin, ihrem Horterzieher und in der Klasse bleiben kann, auch wenn ihre Freundin nun in die 4. Klasse wechselt. Die Einhornbändigerin war so gelöst auf diesem Fest und das erste Mal seit ihrer Einschulung konnte ich sehen, wie sie fast ununterbrochen mit anderen Kindern aus ihrer Klasse spiele, tobte und Spaß hatte. Sie wollte gar nicht gehen.P1110054

Das letzte Jahr tat ihr gut, sie fand Anschluss, besonders bei den Kindern, die ein Jahr nach ihr eingeschult worden sind. Die Klassenfahrt war da erste Mal richtig toll. Sie wünscht sich Bücher und liest nahezu flüssig.

Schreiben ist nach wie vor ein Problem. Das 1×1 sitzt, und Schulsportport mag sie bis Heute nicht. Sie kann Inlineskaten, Skateboard fahren, verrücke Trampolinsprünge und rast mit dem Fahrrad mehr als mir lieb ist…aber Schulsport, naja. Aber ganz ehrlich… Bockspringen und 2500 Meter Lauf war auch nicht unbedingt meins.

Wir haben die Einhornbändigerin das letzte Schuljahr sehr in Ruhe gelassen. Sie musste zu Hause nicht viel lernen (Ausnahme sind Gedichte und das 1×1). Sie konnte spielen, rennen und das tun was ihr Spaß macht. Sie hatte nach der Schule Freizeit, da sie die Hausaufgaben im Hort gemacht hat.

Sie wurde selbstbewusster, verabredete sich mit Freunden. Nach wie Vor mag sie es auch mal ihre Ruhe zu haben und für sich zu sein, aber sie igelt sich nicht mehr ein. Sie ging gern zur Schule. Auch der Kontakt zu dem „Nachbars“ Mädchen ist/sind wieder besser geworden.

Das letzte Zeugnis… Die Einhornbändigerin kam an diesem Tag stolz nach Hause. Ganz aufgeregt erzählte sie „Mamaaaaaaaa ich habe 7 volle Kreise“. Es sind immer noch einige viertel Dinger dabei, die meisten sind halb, einige dreiviertel und eben diese 7 vollen. Mir sind diese Kreise egal, ich wollte dass sie ihr bestes gibt. Unsere Heldentochter hat sich reingekniet, liest freiwillig und versucht sich besser zu konzentrieren. Um mehr geht es nicht.

Bis Heute gelingt es ihr nicht die Uhrzeit zu verstehen, Kopfrechnen und schreiben ist auch nicht unbedingt ihre Lieblingsbeschäftigung. Noch immer lässt sie sich von Dingen ablenken, aber…FFP0058-01-0042

Sie kann die Uhrzeit nicht, weiß aber das kranke Hummeln Zuckerwasser brauchen um wieder fit zu werden. Kopfrechnen ist uninteressant wenn sie weiß dass in der Straße ein verletztes Tier liegt. Sie kann sich nicht konzentrieren; träumt stattdessen lieber von einem Schmetterling, der gerade aus dem Kokon geschlüpft ist.

Die Einhornbändigerin ist 9 Jahre alt. Sie hat so viele Interessen und Stärken. Und auch wenn diese nicht immer als „altersgerecht“ angesehen werden, so hoffe ich dass es immer Jemanden gibt, der diese erkennt.

Unser Held und ich haben beide Abitur. Ich muss neidlos zugeben, dass das des Helden bedeutend besser ist als meins. Ich habe jüdische Wissenschaften und Politik studiert (jaja…). Bildung ist für uns kein Fremdwort. Ich bin mir bewusst in welcher Art der Gesellschaft wir leben, tue mich trotzdem schwer damit diesen Leistungsdruck, besonders bei den Kindern zu akzeptieren.

Die Einhornbändigerin braucht länger um etwas zu verstehen, andere Dinge hingegen eignet sie sich völlig allein an. Ich finde sie wahnsinnig clever und gewitzt und trotzdem ist sie nicht für dieses Schulsystem geschaffen. Bis zum Grundschulende geht es irgendwie, aber danach. Was kommt dann?

Ich habe Angst, dass sie vergangene Erfahrungen noch einmal durchleben muss. Zur Zeit bin ich dabei mich über alternative Schulformen zu informieren; Waldorf, Montessorie oder feie Schulen. Sie braucht etwas, an dem die Kinder dort abgeholt werden wo sie stehen, wo ihre Stärken unterstützt werden anstatt nur die Defizite zu sehen.

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Das Extrajahr in ihrer Klasse tat und tut ihr gut, an dem sind die Lehrerin, Horterzieher und vor Allem auch die Schulhelferin nicht ganz unbeteiligt. Die Einhornbändigerin und auch viele andere Kinder sind auf genau solche Menschen angewiesen.

Gute Leistungen in der Schule sind wichtig, aber nicht Alles. Soziale Anbindungen, ein gutes soziales Netz und vor Allem ein gutes Selbstwertgefühl sind mir für meine Kinder bedeutend wichtiger. Jeder ist anders, jede ist toll und hat ein Recht darauf so akzeptiert zu werden wie er ist.20130703_153721

Darum mochte ich schon früher diese ganzen Babygruppen nicht. Fällt dein Kind aus dem „Plan“, aus der Entwicklungskurve wirst du als Mutter merkwürdig oder bemitleident angesehen. Läuft ein Kind mit 14 Monaten noch nicht frei, so geht es zum Physiotherapeuten, spricht es mit 2 nicht mindestens 2Wortsätze so0 wird über Logopäde nachgedacht.

Jedes Kind hat seinen „Bauplan“, manchmal lohnt es sich Ihnen einfach mehr Zeit zu geben. Das gilt auch noch für Schulkinder.

Ich wünsche mir für unsere Kinder einen Schulabschluss, einen den sie aus eigener Kraft erreichen können. Es wird vermutlich nicht da Abitur, aber das muss es auch gar nicht. Ich wünsche mir für meine Kinder die Möglichkeit aus ihren Ressourcen schöpfen zu können. Sie müssen nicht alles perfekt können.HoneymoonPictures_Ines&Simon-166

Wenn ich mit der Einhornbändierin unterwegs bin kann sie jeden Baum benennen, mir Pflanzen erklären und mir zeigen welches ihr liebstes Geheimvesteck ist. Ich lerne jedes Mal etwas dazu.

Ich lieb Dich mein hübsches, starkes Mädchen!P1110107 (2)

 

 

 

Und Wer bist Du?

Der Blog ist inzwischen 6 Monate alt, ich habe durch ihn viele Menschen „kennengelernt“, einige sogar im Offline-Leben. Ganz am Anfang erzählte ich Euch etwas von uns, vielleicht ist nun der richtige Zeitpunkt das etwas zu vertiefen. Was meint ihr?

Ich fange heute mit 10 Infos zu unserem Helden und zu mir an.

20 Dinge über mich…

  1. ich bin mit 16 Jahren von zu Hause ausgezogen
  2. ich bin an der Ostsee geboren
  3. vermutlich habe ich mehr Schokolade in meinen Venen als Blut. Daher fehlt es mir bis Heute an der Disziplin für eine Diät
  4. mit 13 hatte ich eine missglückte Blinddarm Op, die drei weitere zur Folge hatte
  5. ich habe viele Ecken und Kanten und bin daher nicht der einfachste Mensch
  6. Ich suche ständig irgendetwas, meinen Schlüssel finde ich auch mal im Kühlschrank
  7. ich nähe und plotte gern, finde basteln aber furchtbar
  8. ich esse gerne TK-Pizza wenn die Kinder schlafen
  9. ich verwechsle oft links und rechts
  10. ich habe keinen Führerschein
  11. ich habe Jüdische Wissenschaften und Politik studiert, es ist nicht so langweilig wie es sich anhört
  12. danach aber eine Erzieherausbildung gemacht, jetzt bin ich Fachkraft für Integration und hoffentlich auch bald Kinderschutzbeauftragte
  13. ich liebe Hunde, unsere besonders
  14. ich habe Vor der Schwangerschaft mit der Einhornbändigerin 30 Kg mehr gewogen als Heute, bevor ihr fragt….Keine Ahnung wie das ging, es passierte einfach.
  15. ich habe eine Schwäche für Einhörner und Batman, schon immer. Und zum Glück konnte ich zumindest die Kinder anstecken
  16. ich habe am 23. Juli Geburtstag und werde generell nicht älter als 25 und das schon einige Jahre, haltet davon was ihr wollt 🙂
  17. ich schlafe oft nicht mehr als 5 Stunden
  18. ich habe ein großes Sicherheitsbedürfnis
  19. ich bin wahnsinnig mies im Organisieren
  20. ich würde am liebsten alles Klein schreibenIMG_20130516_114518

20 Fakten über Simon

  1. Simon hat eigentlich lockige Haare, früher hat er sie durch eine Langhaarfrisur auch gezeigt
  2. er wäscht die Wäsche, weil sein „Farb-Trenn-Schema“ ausgefeilter ist als meins. (rot/rosa, hell, weiß, dunkel, Sweatsachen- die könnten Fusseln, manchmal auch gelb/grün) Bei mir gibt es nur weiß und das Andere
  3. Simon liebt Steak, Bolognese und Pasta
  4. unser Held sagt, dass er Hunde nicht mag, akzeptiert aber mir zur Liebe unsere. Der Leckercheneimer ist in letzter Zeit aber verdächtig schnell leer…
  5. mag Pflanzen, nur leider gehen bei uns alle ein
  6. Simon schreibt sich Memozettel zum abhaken, um nichts zu vergessen
  7.  Er mag Fruchteis lieber als Milcheis
  8. Simon hat im Dezember Geburtstag
  9. Er war vor der Blutkrebserkrankung noch nie im Krankenhaus
  10. Er mag Star Wars, Einige Legobauten, Figuren und Legoraumschiffe stehen hier bereits
  11. Simon hat den Hunden ein Hochbett gebaut
  12. Es fällt ihm schwer sich von Dingen zu trennen (das Unwort in diesem Haus— Keller)
  13. in Mathe macht ihm keiner etwas vor
  14. seine Lieblingsschuhe sind Adidas Samba
  15. er hatte als Kind einen blauen Wellensittich; Rocky
  16. Simon weiß immer wo die Dinge sind, die ich verlegt habe. Ich frage ihn mindestens 4 Mal am Tag
  17. Simon ist mit knapp 20 zu Hause ausgezogen
  18. Der Held sagte mal, dass in unseren Garten keine Spielgeräte für die Kinder kommen (aktueller Stand: eine Schaukel-Rutschkombi, ein großes Trampolin, ein kleines Spielhaus samt eigenem Vorgarten und ein Sandkasten, der vor noch nicht all zu langer Zeit erneuert und vergrößert wurde.)
  19. Simon ist ausgebildeter Sanitätshelfer (Ehrenamt beim DRK), kann aber kein Blut sehen.
  20. Wenn wir Autofahren, er bremsen muss dann hält Simon immer seinen rechten Arm vor mich. Damit ist gesichert, dass ich nicht durch die Windschutzscheibe geschleudert werde. Angeschnallt bin ich übrigens immerP1110167

Und, „kennt“ ihr uns nun etwas besser.

Die Heldenkinder erwähne ich hier übrigens mit Ansicht nicht. Ich weiß nicht, wer hier alles mitliest. Ich möchte nicht Dinge über sie verraten, auf die sie später vielleicht angesprochen werden. Ich hoffe ihr versteht das.

In unseren Charaktereigenschaften sind wir in vielen Dingen Grundverschieden; pures Chaos trifft Organisationsmenschen.

Es gibt immer wieder Momente, in denen wir den Anderen/ die Andere nicht verstehen können und uns fragen warum sie/er die Dinge so macht.

Ich denke, ihr kennt das alle. Trotzdem sind wir seit 8,5 Jahren zusammen. Seit 5 Jahren lebt Kunibert mit uns. Und es gibt es noch, das UNS. Wir streiten gern, finden aber irgendwie immer zusammen. Die Unterschiede machen uns aus und das Leben weniger langweilig.

Wie ist es bei Euch?

Unser Wochenende namens „Kunibert Du kannst uns mal!“

Seid ihr verheiratet? Falls ja, wie lange war Eure Vorbereitungszeit? Falls nein, plant genug Zeit ein und fangt an zu sparen.

Gewöhnlich planen die meisten Paare ihre Hochzeit etwa 1 Jahr lang.

Wir rocken unsere Planung in insgesamt 7 Wochen. Wir haben allerdings das große Glück jede Menge Unterstützung zu bekommen. Es ist hin und wieder schon fast etwas unheimlich.

Unsere Hochzeitsfeier wird wahrhaftig heldenhaft. Am Wochenende haben wir recht viel Zeit mit Vorbereitungen verbracht.

Am Freitag sind meine langersehnten Schuhe gekommen. Ich habe mich gegen typische Brautschuhe entschieden. Zum Einen laufe ich auf hohen Schuhen wie ein Storch und darf die aufgrund meiner miserablen Kniesituation sowieso nicht anziehen. Zum Anderen sollte die Schuhe zu unserm Motto „Heldenhochzeit“ passen. Bestellt und gestaltet habe ich sie bei „notlikeyou“ Dort könnt ihr eure Chucks individuell gestallten. Diese Schuhe sind wirklich einzigartig und zumindest ich liebe Sie!

 

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Am Samstag ist der kleine Batman auf einen Kindergeburtstag gegangen. Die Einhornbändigerin war noch mit der Oma am Gardasee unterwegs. 18953516_854316988055600_7728235794513355315_oUnsere Heldentochter war eine Woche mit der Mama von Papa 1 im Urlaub. Zu viert ist das im Moment nicht möglich, umso mehr freut es mich, dass das große Mädchen diese Möglichkeiten nutzen kann.

Simon und ich verbrachten den Nachmittag mit basteln, mit Vorbereitungen fürs basteln…Platzkarten, Gastgeschenke, Pom Poms…

Am Sonntagvormittag war der kleine Batman erneut unterwegs. Diesmal bei seinem besten Kitafreund. Unser Held und ich nutzen die Chance und sind (kinderfrei!!) noch einmal zu unserer Location gefahren, um dort einige Details und Unklarheiten zu besprechen.IMG_20170611_110908

Da die Managerin nicht sofort Zeit hatte mussten wir noch etwas in der Nachbarlocation warten. Ich kann Euch sagen, warten hat sich noch nie so gut und entspannt angefühlt. Wir wussten bis gestern nicht ob unser Budget für ein Catering ausreicht, aber es scheint zu passen.

Am Nachmittag wurden wir von 6 großen und vier kleinen Händen beim vorbereten unterstützt. Die Idee, die Gastgeschenke selbst zu machen bereute ich zwischenzeitlich, finde das Ergebnis aber eigentlich ganz nett.

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Und dann waren da noch die Pom Poms…. Ich habe es die Tage zuvor nicht geschafft auch nur einen hinzubekommen, der wenigstens annähernd rund gewesen ist. keinen Einzigen. Doch zum Glück nahte die Rettung gestern. D. , Du hast mich gerettet!

Alle Dinger wurden rund, sogar die Einhornbändierin, die zwischenzeitlich nach Hause gekommen ist schaffte es. Ich? Mir gelang es bis zum Schluss nicht.IMG_20170611_194950

Zwischendurch gab es immer wieder sonnige Momente in denen wir das tol le Sommerwetter genießen konnten. Es war so herrlich gestern.

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Am Abend sind wir zufrieden ins Bett gefallen.

Wir hoffen bis Ende der Woche fertig zu sein, ich bin gespannt.

Unsere Hochzeit wird zum Teil sehr experimental, teilweise sehr klassisch, sehr improvisiert aber auch gut durch geplant.

Gestern Abend hat sich unser Held sein Outfit noch einmal angezogen und sich nun zu 100% für das letzte Teil entschieden. Heute liegt es bereits in der Schneiderei zum ändern. Ich kenne die Klamotten unseres Helden, er aber hat keine Ahnung was ich tragen werde.

Zum Standesamt gehen wir zwar nicht in Alltagsklamotten aber auch nicht zu sehr aufgehübscht. wenige Tage später, zu unserer Feier und der freien Trauung sieht das schon ganz anders aus.

kurzer Exkurs…Da wir gerade dabei sind, liebe Gäste…bitte antwortet auf meine Mail, damit wir eine finale Anzahl und alle Nahmen haben. Danke Euch.

Unsere Eheversprechen für die freie Trauung schreiben wir im Übrigen selbst…ich tue mich da im Moment noch etwas schwer mit.

In mir wächst die Aufregung. Aufregung vor diesem Tag, Aufregung vor der Zeit danach und Aufregung vor den Dingen, die noch kommen mögen.

Dieser Tag soll unvergessen bleiben, Wir wollen Erinnerungen schaffen, die uns Niemand mehr nehmen kann unabhängig von dem, was in der Zukunft geschehen mag. Denn es gibt noch soviel mehr als die hier…img-20121027-wa0007

Liebe Helferlein vom Wochenende, Danke dass ihr so tapfer durchgehalten habt. Danke dass ihr so nervenstark gewesen seid und uns damit gerettet habt. Ihr seid großartig. Tausend Dank

Gleiches gilt auch für alle andren Helfer, die im Hintergrund agieren.  Liebe Freunde und Familie, danke dass es Euch gibt!20150403_101223

Abschied auf Zeit

Krabbe Kunibert verändert unser Leben, die Diagnose sorgt dafür dass wir einige Verluste ertragen müssen. Wir wünschen uns nichts mehr als Normalität, die uns auf Dauer nur von einer Stammzelltransplantation ermöglicht werden kann.

Dazu sei gesagt…wir hoffen sehr darauf das passende Match, den richtigen Spender zu finden. Allerdings geht das bangen und das andere Leben dann erst richtig los.

Sind die Stammzellen aus dem Blut des Spenders gewonnen worden vergehen etwa zwei weitere Wochen bevor Simon in die Klinik geht. Die ersten Tage wird er mit vielen Untersuchungen verbringen, er muss fit sein, darf keine Infekte, kariöse Zähne oder Entzündungszeichen haben.

Passt alles bekommt er die Hochdosischemotherapie, vermutlich drei Tage lang. Darauf folgt Tag 0, die Stammzelltransplantation. Durch die Hochdosischemotherapie wird er bereits geschwächt sein, sein Magen wird grummeln, evtl. kommen Schmerzen dazu. Das Zelltief, also der Zustand in dem sein Blutbildendes System du damit das Immunsystem auf Null gefahren sein wird tritt etwa an Tag 4-9ein. Nach diesem Eingriff wird erwartet, dass Simon ca. 6-12 Wochen stationär verweilen wird. Es kommt ein wenig auf die Rehabilitation des Immunsystems an und auch darauf wie gut die neuen Stammzellen ihre Arbeit aufnehmen.IMG-20170325-WA0006

Fast immer kommt es zu Abstoßungsreaktionen, die sich durch Schleimhautentzündungen in Mund, Darm und Magen äußern. Immunsuppressiva sollen diesen Vorgang mindern damit es nicht zu lebensbedrohlichen Wechselwirkungen kommt.

Es gibt eine elend lange Liste an möglichen Komplikationen und Risiken, wir denken und hoffen dass alles gut gehen wird.

Dann kommt das Leben danach zu Hause. Ich kann im Moment nicht sagen, wovor ich mehr Respekt habe…vor der Zeit in der Klinik oder vor der Zeit direkt danach zu Hause.

Es gibt eine lange Liste von Dingen, die beachtet werden müssen, da Simon noch einige Zeit nach der Transplantation Medikamente gegen eine Abstoßungsreaktion einnehmen muss. Diese Medikamente halten das Immunsystem dauerhaft niedrigschwellig.

Für unseren Alltag bedeutet das: viele Dinge dürfen aufgrund der Keimbelastung nicht mehr gegessen werden, dauerputzen, keine Topfpflanzen im Haus, keine Gartenarbeit, keine längeren Wege, keine öffentlichen Verkehrsmittel, keine Menschen und die Hunde müssen für ca. 4-6 Monate ausziehen.IMG_20160801_125154.jpg

Das alles mag sich lächerlich anhören, wenn es doch um das Leben unseres Helden geht. Aber ihr Lieben, mir macht das Angst. Ich arbeite 40 Stunden, bringe den Batman in die Kita, mache beide Kinder morgens fertig, Abends werde ich putzen, evtl. Essen vorkochen, den Rasen mähen und Termine mit den Kindern wahrnehmen.

Ich möchte ich jammern…aber ich habe Angst. Der kleine Batman kennt ein Leben ohne Hund 1, Apple Jack nicht. Toffee, die Bulldogge ist sein bester Freund geworden. Die Einhornbändigerin kann sich ebenfalls kaum noch an ein Leben ohne Hunde erinnern. Sie übt oft mit ihnen lustige Tricks ein und ist immer ganz stolz wenn es klappt.P1100835IMG_20130516_201846.jpg

 

Während des letzten Krankenhausaufenthaltes war ich der Notfallkontakt, wäre irgendetwas passiert, hätte mich die Klinik angerufen. Ich habe mein Handy Nachts neben mein Kopfkissen gelegt damit ich es nicht überhören kann. Ich war durchgehend wie im Halbschlaf.

Gibt es Transplantierte unter Euch? Oder Angehörige? Wie seid ihr mit der Angst und dem Leben danach umgegangen?

Heute haben wir uns vermehrt mit der Unterbringung der Hunde beschäftigt und zack…da ist sie wieder, die Angst. Unser Held war bereits häufiger in der Klinik, den Alltag mit zwei Kindern, zwei Hunden und einem Helden in der Klinik kenne ich bereits. Aber dieses Mal ist es alles etwas anders, schauriger irgendwie.

Ich hoffe darauf, dass es uns auch in dieser Zeit gelingt, den Gedanken an unser Ziel, die Normalität nicht zu verlieren. Ich hoffe, dass wir physisch und psychisch gestärkt aus dieser Situation hinausgehen. Ich hoffe, dass unsere Kinder so tapfer bleiben wie sie sind und nicht zu sehr an dem Leben danach nagen müssen.

Schlussendlich wissen wir aber auch, dass diese Zeit ein Ende haben wird. Dass es besser werden wird und die Normalität Stück für Stück zurückkommen wird.

So viel Respekt wir auch vor den kommenden Monaten haben, die Angst vor der Zeit ohne einen geeigneten Spender ist größer.

Ohne Papa geht es nicht P1100707